Billy Joel: Die frühen Jahre auf Vinyl – ein Teaser





Manchmal sind die Fehler anderer Menschen ein Segen. Mir hat so einer eine Art verfrühtes Weihnachtsgeschenk eingebracht, so dass ich jetzt noch die Möglichkeit habe, Euch ein tolles Vinyl-Paket als hochwertiges Weihnachtsgeschenk zu empfehlen.

Als ich vor einiger Zeit die Pressemeldung erhielt, dass die ersten sieben Billy Joel-Alben in einer Vinyl-Box wieder veröffentlicht werden sollen, merkte der Promoter sofort an, dass es davon aufgrund der Wertigkeit des Sets nur eine sehr begrenzte Anzahl von Promo-Exemplaren geben würde. Schade! Aber was soll’s. Ich habe den Billy Joel-Katalog sowieso ziemlich komplett im Regal stehen – und die frühen Jahre stehen dort als Vinyl, wenn auch in der Regel nicht in der Erstauflage, sondern als Nice Price Veröffentlichung aus den 80ern.

Schade dennoch. Denn für mich liegt die große Zeit von Billy Joel in den frühen Jahren und endet so etwa mit Glasshouses. Und das ist so ziemlich genau die Zeit, die von The Vinyl Collection, Vol. 1 abgedeckt wird. Die Collection endet genau ein Album früher; d.h. Glasshouses dürfte das Album sein, das irgendwann den zweiten Teil eröffnen wird.

Und dann kam irgendwann eine zweite Mail. Im Vertrieb der Plattenfirma habe es einen Fehler gegeben. Irgendwer hat beim Versand der Promopakete eine falsche Verteilerliste zugrunde gelegt. Mit der Folge, dass nun wesentlich mehr Medien in den Genuss von Promoexemplaren kommen würden.

Und so liegt nun auch auf meinem Schreibtisch seit einigen Tagen eine wirklich fette Box. Ein sehr stabiler metallic-blau glänzender Pappschuber liefert sieben LPs, eine Doppel-LP und ein LP-großes 60-seitiges Begleitheft. Denn den sieben Alben Cold Spring Harbor (1971), Piano Man (1973), Streetlife Serenader (1974), Turnstiles (1976), The Stranger (1977), 52nd Street (1978) und Songs in the Attic (1981) wurde noch das bislang unveröffentlichte Konzert Live at the Great American Music Hall von 1975 als Doppelalbum hinzugefügt.

Die Überlegung, wie ich denn dieser unverdienten Gnade gerecht werden könne, hat zu der Entscheidung geführt, das Vinyl-Paket nicht mit einer einzigen Review abzuspeisen, sondern eine meiner geliebten Review-Serien zu starten und die Alben in den kommenden Ausgaben Monat für Monat noch einmal vorzustellen.

Ich sage „noch einmal“, denn – wie ihr bereits den oben verlinkten LP-Titeln ansehen könnt – sind einige der Alben bei uns bereits besprochen worden; zwei davon sogar im Rahmen meiner monatlichen Kolumne. Zwei weitere sind 2014 im Rahmen der Besprechung einer der preiswerten Original Album Classics-Boxen zumindest kurz angesprochen worden. Mit anderen Worten: Lediglich zu zwei der sieben Alben wurde bei uns noch nichts gesagt.

Um der Neubesprechung einen Sinn zu geben, werde ich parallel zur Besprechung der Alben noch einmal ein hervorragendes Buch zu Billy Joel lesen, das exakt den Zeitraum der Box abdeckt. Billy Joel. Der Poet aus New York von Peter Gambaccini ist 1979 veröffentlicht worden. Glasshouses muss damals schon erschienen sein, denn die Tracklist ist im Anhang angedruckt. Das Album wird im Textteil aber noch nicht erwähnt. Er schließt mit Berichten von der Tour, auf der die Aufnahmen entstanden sind, die auf Songs in the Attic enthalten sind.

Wir beginnen die Review-Serie in dieser Dezember-Ausgabe mit einer Besprechung der Gesamtbox, damit ihr sie als opulentes Weihnachtsgeschenk ins Auge fassen könnt. Preis derzeit ca. 160 €. Dabei werden wir einen besonderen Blick auf die „neue“ Live-Scheibe werfen.


Norbert von Fransecky



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