····· Verlosung: Drei Mal zwei Tickets zur Record Release Party der Leipziger Metaller Factory of Art ····· Kurz nach seinem 80sten Geburtstag ist Maschine erneut auf #4 ····· Osterei - Luxus-Haydn auf Vinyl ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Jonas Sorgenfrei

Live


Info

Musikrichtung: Modern Jazz

VÖ: 24.11.2023

(Unit)

Gesamtspielzeit: 56:49

Internet:

https://www.jonassorgenfrei.com/
http://www.unitrecords.com/
https://uk-promotion.net/

Nach seinem Debütalbum Elephants Marching On und dem Nachfolger Moods, im Trioformat, beschert uns der aus Bayern stammende Schlagzeuger Jonas Sorgenfrei nun ein Live-Album, wiederum in Quartett-Besetzung. Live bietet sechs Songs, davon vier vom Debüt und zwei vom Nachfolger, insofern nichts Neues, nur die Besetzung hat sich geändert, und im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es nun einen Gitarristen, Philipp Brämswig. Sein Stil und der Klang erinnern mich mehr als einmal an Pat Metheny.

Die Aufnahmen entstanden im November 2022 im Loft in Köln, für den Deutschlandfunk. Von Beginn an spürt man dieses befreiende Element einer Liveatmosphäre, so sind die Songs auch länger und nutzen diese Zeit auch hervorragend für die Gestaltung. Und diese strahlt sehr viel Frische aus, gleichzeitig eine gewisse Eleganz, mitunter schweben melancholische Passagen durch den Raum, und stets spürt man dieses intensive Zusammenspiel der vier Musiker, dieses Gemeinsame.

Jeder Musiker hat hierbei innerhalb der Kollektivgestaltung der Songs auch Raum für solistische Ausflüge, auch der Protagonist nutzt das, ohne sich in den Vordergrund zu spielen, gleich bei "Something Familiar" kann man sich seines Solos erfreuen.

Ist der Eröffnungssong noch recht ruhig und dahinfließend, so zieht es mit "Something Familiar" etwas an, man sollte hier tatsächlich auch einmal darauf achten, wie Sorgenfrei sein Schlagzeug einsetzt, neben seiner Rhythmusarbeit scheint er ständig zu gestalten mit seinem Spiel, ganz mitreissend ist das.

Der Sound der gesamten Einspielung lebt von einer gewissen Wärme im Ausdruck, Harmonie wird groß geschrieben, spielerische Elemente wie bei "(Peaceful) Life Upon A Dying Star" bieten hohen Unterhaltungswert und heben die Musik auf ein hohes Niveau. Farbtupfer gibt es darüber hinaus auch stets wieder, zum Beispiel, wenn sich beim "Coffee Bean Dance" ein leichtes Latin-Feeling einstellt. Insgesamt ist das also erneut ein gelungenes Album geworden!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Elephants Marching On (12:11)
2 Something Familiar (11:11)
3 (Peaceful) Life Upon A Dying Star (9:58)
4 Afflicted (7:45)
5 Coffee Bean Dance (7:14)
6 There They Go (8:26)

Besetzung

Florian Truebsbach (alto saxophone, soprano saxophone - #2, 3)
Philipp Brämswig (guitar)
Matthias Akeo Nowak (bass)
Jonas Sorgenfrei (drums)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger