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Reviews

Hans Koller

Free Sound Quintet (Review-Serie, Folge 12)


Info

Musikrichtung: (Free) Jazz

VÖ: 09/2021 (1971)

(Jive Music)

Gesamtspielzeit: 38:25

Jive-Music-Review-Serie, Folge 12: Hans Koller - Waltz for Charlotte


Vor anderthalb Jahren lag zum ersten Mal ein Briefumschlag mit CDs des Wiener Jazz-Labels Jive Music in meinem Briefkasten. Das war der Startschuss für die ersten sechs Reviews dieser Serie. Da mir sowohl das Label, wie seine stilistische Ausrichtung völlig unbekannt waren, outete ich mich in der ersten Review mit folgender Bemerkung als eher skeptischer Jazz-Hörer: „An Jazz-CDs gehe ich erst mal mit vorsichtigem Respekt heran. Denn Jazz – Das lehrt die Erfahrung! – kann recht anstrengend werden.“

Aber die Entwarnung folgte umgehend. Jive Music stellte sich mir als ein stark im Swing verwurzeltes Label dar und rannte damit offene Türen ein. Ein gewisser Wandel trat mit der aktuellen CD-Lieferung (Reviews 10 bis 12) ein. Das Albert Mair Trio war wesentlich deutlicher im „eigentlichen“ Jazz verwurzelt und mir ferner, während Label-Chef Rens Newland mir mit seinem Corona-Blues-Projekt Rens Newland & Fuse Bluezz sehr lag.


Und nun kommt Hans Koller mit einem Album, das vor ziemlich genau 50 Jahren erstmals veröffentlicht wurde und das ein nur sehr geringes Crossover-Potential für Menschen besitzt, die dem Jazz tendenziell eher fernstehen.

„Nicolas de Staël (II)” würde ich als Kakophonie mit Saxophon beschreiben begleitet von einem die Kellertreppe herunterfallenden Schlagzeug. Verärgert keift es im Folgenden nervenaufreibend und greift auf die offenbar wieder aufgebauten Percussions zurück.

„Nicolas de Staël (III)” wirkt auf mich mit dem in Hintergrund agierenden Piano und der dominierenden Gitarre eher unorganisiert. Und so könnte ich – von Jazz-Gourmets sicher als Kunstbanause betrachtet – weiter nörgeln. Ich erwähne aber lieber, dass das mit Piano und Percussion und später auch Saxophon agierende „Red Nobility“ auch in meinen Ohren zumindest hörbar ist.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Nicolas de Staël (II) 9:57
2Late indian Summer 3:43
3Nicolas de Staël (III) 6:47
4Opus 2 9:02
5Red Nobility 3:36
6Phoenix 5:15

Besetzung

Hans Koller (Sax)
Albert Mair (E-Piano)
Adelhard Roidinger (B)
Costa Lukacs (Git)
Karl Prosenik (Dr)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger