Ashbury

Eye Of The Stygian Witches


Info
Musikrichtung: Classic/Hard Rock

VÖ: 28.09.2018

(High Roller Records / Soulfood)

Gesamtspielzeit: 54:03

Internet:

https://www.facebook.com/Ashbury-USA-376482897840


Die Brüderband Ashbury ist schon ein kleines Phänomen, das in den letzten Jahren vor allem aus dem Szene-Umfeld rund um das Keep It True Festival befeuert wurde. Dort wurden sie wiederentdeckt, nachdem man 1983 und 2004 lediglich zwei Alben im Eigenvertrieb veröffentlichte. Umso schöner, dass man in den letzten Jahren wieder Konzerte gibt. Denn dort entwickelt sich dieser spezielle Zauber, wie man ihn viel zu selten vorfindet.

Ashbury spielen alles andere als Heavy Metal, sondern altmodischen (Hard) Rock, der ziemlich an Klassikertruppen wie Jethro Tull und Wishbone Ash angelehnt ist und zum Zeitpunkt des Debüts schon irgendwie veraltet war. Was überzeugt, ist aber die Zeitlosigkeit dieser Musik und die Leidenschaft welche die beiden Brüder an den Tag legen. Eye Of The Stygian Witches ist nun also die dritte Veröffentlichung von Rob und Randy Davis. Geboten wird schöner Classic Rock bis Proto Metal mit Emotionen und feinen Melodien, leicht verträumt, aber doch bodenständig und hin und wieder in sich versunken verspielt.

Knackige Rocker („Good Guitar“, „Faceless Waters“) wechseln mit schönen Akustikpassagen („Summer Fades Away“, „All My Memories“) und gemütlichen Instrumentalstücken („Celtic Cross“) ab. Kleine Melodiewunder („Amber Glass“) treffen auf epische Breitseiten („Eye Of The Stygian Witches“, „Waited So Long“). Ergebnis ist ein ausgeglichenes, unterhaltsames Album voller angenehmer Momente, mit feinen Gesangsharmonien und beseelten Gitarrenlinien – oftmals in der Twin-Variante. Typisch Ashbury eben.

Eye Of The Stygian Witches ist ein gutes Album geworden. Man muss auch anmerken, dass es eine reine „Do it yourself“-Angelegenheit ist. Szeneintern wurde bemängelt, dass statt eines echten Menschen ein Drumcomputer seine Arbeitet verrichten. Allerdings ist das ein Manko, über das man hinwegsehen kann, auch wenn der 80er-Jahre-Schlagzeug-Sound nicht so recht zum sonst so warmen, analogen Klangbild passen mag. Dafür klingt der Rest einfach zu schön.



Mario Karl



Trackliste
1End Of All Time5:22
2 Good Guitar6:12
3 Summer Fades Away2:36
4 Celtic Cross3:17
5 Waited So Long9:01
6 Out Of The Blue4:50
7 Faceless Waters6:19
8 Searchin'4:15
9 Amber Glass3:13
10 Eye Of The Stygian Witches7:37
11 All My Memories1:25

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