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Reviews

Her Name Is Calla

Navigator


Info

Musikrichtung: Post Rock

VÖ: 09.05.2014

(Function Records / Cargo)

Gesamtspielzeit: 59:51

Internet:

http://hernameiscalla.com
http://www.functionrecords.com

Her Name Is Calla haben sich lange Zeit gelassen, um den Nachfolger für das geniale Album The Quiet Lamb (2010, u.a. in einer wunderschönen Holzbox bei Denovali Records erschienen) einzuspielen. Ganz untätig waren die Band und ihre Mitglieder in der Zwischenzeit zwar nicht, doch nun liegt mit Navigator endlich der langersehnte neue Longplayer vor und das Warten hat sich absolut gelohnt. In der Zwischenzeit sind Her Name Is Calla nach Gizeh und Denovali bei Function Records gelandet und auch hier ist die Band gut aufgehoben.

Musikalisch hat sich zwar nicht allzuviel getan, doch das auf allerhöchstem Niveau. Vielleicht benötigt Navigator ein paar Hördurchgänge mehr, um zu zünden, aber das ist kein Nachteil. Man wird nach und nach in diese epische Musik hineingezogen und kann sich kaum noch aus dem Strudel der einen mitreist entziehen. Von einer magischen Schönheit ist die Musik, die sich damit beschäftigt, dass Träume nicht immer wahr werden und wie man die Liebe und den Glauben verliert. Düstere Momente schweben auf den Hörer herein und sind dennoch von dieser unglaublichen Schönheit, die sich immer wieder neu aufbaut und sich hin und wieder auch in eruptiven Ausbrüchen entlädt. Dadurch entstehen absolute Höhepunkte, denen feingliedrig arrangierte ruhige, fast schon meditative Momente entgegenstehen. Und selbst kleine elektronische Einsprengsel wie bei "Whale Fall : A Journal" geben der Musik dieses gewisse Etwas, das im 11-minütigen "Dreamlands" zur vollen Größe heranreift. Verstörend und vielleicht gerade deshalb das Meisterwerk im Meisterwerk.

Navigator ist eigentlich nicht begreifbar. Her Name Is Calla ist ein zeitloses Album gelungen voll quälend schöner Strahlkraft. Ein ergreifendes Meisterwerk und mindestens auf einem Niveau mit The Quiet Lamb und das war keine leichte Aufgabe. Höchst empfehlenswert!



Ingo Andruschkewitsch

Trackliste

1I Was On The Back Of A Nightingale3:10
2 The Roots Run Deep4:10
3 It’s Called, ‘Daisy’1:51
4 Ragman Roll4:54
5 Meridian Arc4:48
6 Navigator8:27
7 Burial5:40
8 A Second Life1:21
9 It Was Flood7:05
10 Whale Fall : A Journal2:44
11 Dreamlands11:44
12 Perfect Prime3:57

Besetzung

Sophie Green: Violin, vocals
John Helps: Bass
Nicole Robson: Cello and vocals
Tom Morris: Lead vocals, piano, guitar, banjo and organ
Adam Weikert: Drums, organ, vocals, banjo, mandolin, piano and double bass

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger