····· EP, Buch und Tour - Ringo Starr feuert aus allen Rohren ····· 40 Jahre Steamhammer – 40 Jahre Rockgeschichte  ····· Neues Solo-Album von David Gilmour im September ····· Evildead-Album wird mit einer ersten Single angekündigt ····· Alles ist =1 meinen Deep Purple auf ihrem kommenden Album ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Sweet

New York Groove plus


Info

Musikrichtung: Cover-Pop

VÖ: 06.04.2015 (2012)

(Angel Air / Fenn)

Gesamtspielzeit: 52:47

Ohne vorher ins Booklet zu schauen habe ich „New York Groove plus“ in den CD-Player geschoben und war etwas überrascht ein Cover der Teenie-Bopper Hello zu hören. Und dann kam mit „Shapes of Things“ ein zweites Cover, ohne dass bislang ein einziger mir bekannter Sweet-Song zu hören war. Die recht harte Version der „Wig Wam Bam“ b-Seite „New York Connection“ habe ich tatsächlich nicht als solche erkannt. Dann „You spin me right round (like a Record)” von Dead or alive(?) und „Because the Night” von Patti Smith, respective Bruce Springsteen(??) und immer noch kein(???) Sweet-Song? Zeit ins Booklet zu schauen.

Mit ungewöhnlicher Ehrlichkeit erklärt Andy Scott den Ansatz des Albums. Es ging schlicht darum, was sich verkaufen lässt. Neue Sweet-Songs, so Scott, wolle kein Mensch hören – nicht einmal in Deutschland oder Austraien, wo es besonders treue Sweet-Fans gäbe. Die Leute stehen auf Bekanntes. Die Quadratur des Kreises bestand nun darin, dass die Sweet Stücke covern, die jeder kennt. Man habe dafür sogar ein eigenes neues Verb erfunden – „to sweetify“. Ein lockeres Band hält die ausgewählten Songs zusammen. Alle haben irgendwie etwas mit New York zu tun. Auslöser für das Ganze war ein Auftritt im ZDF-Fernsehgarten, wo sie neben „Fox on the Run“ eine Version des Who-Klassikers „Join together“ aufführten – mit sehr positiven Resonanzen.

In der Regel sind die sweetyfeiten Versionen gelungen. Zwei Mal geht die Sache aber arg daneben – interessanter Weise gerade bei den beiden Titeln, die nach Scotts Kommentar unter zu Hilfenahme der eigenen Klassiker „Ballroom Blitz“ und „Love is like Oxygen entwickelt wurden.

Im Vergleich zu den Ramones wirken die Sweet schlicht enttäuschend brav, und gegenüber der Stimme von George Benson kackt Schlagzeuger(!) Bruce Bisland kläglich ab.

Eine Scheibe, auf die niemand gewartet hat, deren Wiederveröffentlichung nach nur drei Jahren Fragen aufwirft, die beim Hören aber schlicht Spaß macht.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1New York Groove 3:52
2Gold on the Ceiling 4:08
3It's all moving faster 3:40
4New York Connection 3:34
5Shapes of Things 3:26
6You spin me right round (like a Record) 4:18
7Because the Night 3:58
8Sweet Jane 4:10
9Blitzkrieg Bop 3:02
10On Broadway 3:52
11Join together 3:18
12It's all moving faster (PDQ Mix) 3:30
13You spin me right round (like a Record) (Live at Sweden Rock 2013) 4:21
14New York Groove (Acoustic) 3:37

Besetzung

Pete Lincoln (B, Lead Voc)
Andy Scott (Git, Lead Voc <8>)
Bruce Bisland (Dr, Lead Voc <9>)
Tony O’Hara (Keys, Lead Voc <7>)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger