Rising

Sword And Scythe


Info
Musikrichtung: Metal

VÖ: 26.10.2018

(Indisciplinarian)

Gesamtspielzeit: 45:02

Internet:

http://www.facebook.com/risingdk
http://www.rising.bandcamp.com


Die Dänen Rising haben vor zwei Jahren damit überrascht, dass es sie überhaupt noch gibt. Die zweite Überraschung war, dass man künftig nicht mehr als Powertrio musiziert, sondern mit zwei Gitarristen und einem richtigen Sänger. Oceans Into Their Graves war dann auch ein richtig gutes Album – und stilistisch ebenfalls ein kleiner Neustart. Ein Album voller Groove, mit leichtem Sludge-Anklang, aber auch einer gesunden Portion an Epik. Moderner Metal eigentlich mit klassischen Tugenden, ohne dass man auch nur versehentlich in irgendeinen Oldschool-Topf gesteckt wird.

Mit Swords And Scythe setzt man nun diesen Weg fort, dreht aber an den richtigen Stellschrauben, um das Endergebnis noch ein bisschen runder und, ja, sogar noch ein bisschen besser klingen zu lassen. Das Motto lautete wohl: Mehr Melodie, mehr Epik, mehr Eingängigkeit, mehr Größe – überhaupt etwas mehr von allem, ohne dass man droht die Bodenhaftung zu verlieren.

Dabei ist der Hintergrund der Platte schon etwas verschwurbelt. Es handelt sich nämlich um ein Konzeptalbum. Es geht um die Geschichte der Menschheit aus der Perspektive der kosmischen Zirkularität (mal grob zitiert). Die Texte dazu sind aber relativ bildhaft, der Sound dazu peitscht nach dem Intro mit „Empirical“ gleicht mal ordentlich los. Knackige Riff, ein massiv stampfender Bass, dazu klarer, selbstbewusster Gesang, der sich nicht scheut, eingängige Hooks einzustreuen. Damit ist das Terrain schon mal gut abgesteckt und der Rest funktioniert nach einem ähnlichen Muster. Aber um Langeweile vorzubeugen, streuen Rising immer wieder angenehme Spielereien ein, wie zum Beispiel der freundliche Oldschool-Part von „Camp Century“ oder die Mellotron-Sounds unter dem Refrain von „Salted Earth“.

Dieses Mal hat man auch so etwas wie Hits geschrieben. Von Anfang mit reißen insbesondere die Songs /i>„Salted Earth“ und das knackige „Hunger And Exile“. Aber auch der Rest fällt nicht wirklich ab. Das Album präsentiert sich durchgängig ziemlich stark und hat dieses Mal sogar so etwas wie Hits an Bord. Vor allem die beiden eben genannten Titel sowie das dynamische „Ancestral Sun“. Aber auch der Rest läuft gut rein. Alles in allem eben: eine ziemlich runde, gute Sache!



In Kürze sind Rising mit Earth Ship auf deutschen Bühnen zu bewundern. Hier gibt es das Paket zu sehen:
13.11.18 Hamburg - Fundbureau
14.11.18 Osnabrück - Bastard Club
15.11.18 Köln - Sonic Ballroom
16.11.18 Dresden - Loco
17.11.18 Berlin - Cassiopeia



Mario Karl



Trackliste
1Amor Fati0:41
2 Empirical4:15
3 Hunger And Exile4:16
4 Camp Century4:49
5 White Heat3:23
6 Ancestral Sun5:06
7 Civil Dawn0:40
8 Salted Earth3:53
9 Renewal Ritual3:41
10 Kill Automation2:35
11 Sea of Irrelevance4:37
12 Aeterna7:06
Besetzung

Morten Grønnegaard (Gesang)
Jacob Krogholt (Gitarre)
Anders Bo Rasmussen (Gitarre)
Bjarke Lassen (Bass)
Martin Niemann (Schlagzeug)


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