Coco O'Connor

When I Was Your World


Info
Musikrichtung: Americana

VÖ: 15.05.2020

(Bonfire Music)

Gesamtspielzeit: 34:14

Internet:

https://www.cocooconnor.com/homepage-1-136898944
https://www.hemifran.com/news/


Coco O’Connor stammt aus Alabama. Im Jahre 2015 veröffentlichte sie ihr Debüt-Album. Mit When I Was Your World beabsichtigte sie, zu ihren musikalischen Wurzeln zurückzukehren, zu der Musik, mit der sie aufgewachsen war. Aufgenommen wurde in Nashville und produziert wurde die Platte vom rührigen Produzenten Bill McDermott (George Strait, Tim McGraw, Brad Paisley, Martina McBride, John Michael Montgomery, Colin Raye, Vince Gill, Billy Currington, Joe Nichols, Emmy Lou Harris, Jo Dee Messina, Gretchen Wilson) Bill ist auch als Bandmitglied auf dieser Platte aktiv. Weitere bekannte Gäste sind The Shoals Sisters als Bestandteil des Muscle Shoals-Sounds und Will McFarlane, der lange mit Bonnie Raitt unterwegs war,

Das allein sind wichtige Eckpfeiler, die eine interessante Produktion versprechen. Und bereits der Eröffnungstitel, “Honey Bee“, erfüllt die Erwartungen. Kraftvoll im Ausdruck, mit ganz viel Emotion und Feingefühl vorgetragen bewegt sich der Song zwischen verschiedenen Stimmungen, die ein wenig Melancholie, Verträumtheit und auch Zuversicht ausstrahlen. Diese Energie, besonders durch den Gesang ausgedrückt, und unterstützt durch die absolut flexibel und sehr professionell agierende Band, setzt sich fort. “White Horse“ erhält darüber hinaus durch die famosen Shoals Sisters noch einen kräftigen Kick an Gospel.

Ja, hier wird kräftig in der Musikgeschichte der Vereinigten Staaten gegraben und dabei edle Zutaten aus Folk, Country, Blues, Rhythm & Blues und Rock zu einer stimmigen Mischung Americana vereint. So gibt es nicht einen einzigen Ausfall zu verzeichnen. Ganz besonders packt mich bereits der dritte Song, der Titelsong, der mich atmosphärisch etwas an Musik von Rosanne Cash erinnert, hier schimmert dann auch noch ein Quäntchen Bluegrass angenehm durch. Eigenen Angabe zufolge war dieser Song einst von ihr zur Geburt der Tochter geschrieben worden. Entsprechend emotional ausgeführt, kann dieser Titel sehr berührend wirken, wie Coco hierzu ausführt: “I was just blown away that I was 'the world' to this little, new person in my life.“

Nun, als berührend empfinde ich eigentlich alle Songs, neben der Musik von Rosanne Cash gibt es sicher noch weitere Assoziationen aus jenem Umfeld zwischen Singer/Songwriter, Country und Pop, mithin ein sehr gelungener Mix, der aus vielen Quellen schöpft und sich mit seiner Stimmung sehr offen präsentiert, man nimmt diese Musik schnell auf, sie besitzt aber auch so viel Tiefe, dass sie nicht schnell verpufft, sondern nachhaltig wirkt. Für mich auf diesem Gebiet eine Bereicherung erster Güte.



Wolfgang Giese



Trackliste
1 Honey Bee (3:52)
2 White Horse (3:33)
3 When I Was Your World (2:39)
4 I Don't Wanna Fight (3:02)
5 No Better Woman (3:19)
6 More Than Enough (3:16)
7 Mercy (4:13)
8 Something To Believe In (3:43)
9 Silver Queen (3:35)
10 Trophies, Tiaras And I Love You's (2:56)
Besetzung

Coco O'Connor (vocals, acoustic guitar)
Joshua Collier (bass)
Taylor O'Connor (piano, B3 organ, Wurlitzer, melotron)
Bill McDermott (acoustic guitar, mandolin, banjo)
Will McFarlane (slide guitar, electric guitar)
Will Rudder (acoustic guitar, electric guitar)
Nate Sletner (drums, percussion)
Tommy Harden (drums, percussion - #1, 2, 7)
The Shoals Sisters (background vocals):
Marie Tomlinson Lewey
Cindy Walker



 << 
Zurück zur Review-Übersicht
 >>