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Aenaon

Cendres et Sang


Info
Musikrichtung: Dark Metal

VÖ: 13.06.2011

(code666)

Gesamtspielzeit: 52:59

Internet:

http://www.aenaon-band.com


Unter dem Namen Aenanon fände man in Griechenland auch diverse Hotels. Hier aber geht es um die Black Metaller, die mit Cendres et Sang ihr erstes Album auf code 666 veröffentlichen und als "Avantgarde Black Metal" beworben werden... heikles und vermintes Gelände...

doch die Klänge des Openers "Kafkaesque" sind wirklich ungewöhnlich: Das ist schöner, durchaus moderner Jazz, der sich auch beim eigentlichen Opener "Suncord" noch zu Beginn finden läßt, dann aber erst zum Solo recht unverbunden wieder zurückkehrt und zwischendurch von der übrigen Instrumentierung im midtempo plattgemacht wird. Gelegentlich erinnern Aenaon an die alten Deinonychus (vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch), und das ist nicht schlecht, zumindest haben sich die Griechen da was einfallen lassen. Warum Aenaon als "Avantgarde Black Metal" beworben wurden, bleibt mir aber nicht nur auch beim folgenden "Psychonautic Odyssey" rätselhaft. "Avantgarde" ist da gar nichts, trotzdem gibts guten Dark Metal, mal im midtempo, mal etwas schneller, mal mit leicht sphärischen Passagen; Ausnahme dürfte "Grand Narcotic Harvest" sein, bei dem sich die Griechen die Verstärkung von V'gandr (Helheim) geholt haben.

Überraschungseffekte wie zu Beginn bleiben auf dem Rest der Platte aus ("Black Nerve" wiederholt quasi das Anfangsmuster), dennoch haben Aenanon mit Cendres et Sang ein kraftvolles, gut produziertes und durchweg gutes (wenn auch ein bißchen langatmiges) Dark Metal-Album hinbekommen. In jedem Fall antesten.



Andreas Matena



Trackliste
1Kafkaesque0:46
2 Suncord6:43
3 Psychonautic Odyssey5:18
4 Grand Narcotic Harvest4:45
5 Once Finite4:51
6 Carnivora's Lair5:23
7 Necroscope6:24
8 Kraanerg5:23
9 Black Nerve8:25
10 In Heaven5:01
Besetzung

Astrous: vocals
Achilleas, Dagwn: guitars
Thyragon: bass



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