····· Andy Scott wärmt mit der aktuellen Sweet-Besetzung einen alten Song auf ····· Konstantin Wecker bleibt auch 2021 Utopist auf deutschen Bühnen ····· Das neue Yes-Album The Quest chartet weltweit ····· Cat Stevens' Platinalbum Teaser and the Firecat in Jubiläums-Edition ····· Asia: The Official Live Bootlegs, Volume 1 erscheint im November ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Artikel

25 Years after - Mein Leben mit der CD; Folge 117: X-Mas Project - Vol. II

Warum legt man sich CDs zu? Natürlich wegen der Musik! Stimmt! Jedenfalls meistens. In meiner Zeit als Musik-Sammler hat es aber auch verschiedene CDs gegeben, bei denen die Musik zweitrangig war und mich andere Motive geleitet haben.

Zwei solche Kategorien habt Ihr in der Vergangenheit schon kennen gelernt. Die erste war schon häufiger in dieser Kolumne vertreten – mit dem sehr bekannten Musiker Cliff Richard, den recht unbekannten Altar Boys und den sehr brachialen Mortification. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Künstler sind, die nicht nur zu ihrem christlichen Glauben stehen, sondern das auch sehr deutlich in ihren Texten zum Ausdruck bringen. Bei den drei genannten Bands kommt hinzu, dass ich ihre Musik mag. Sonst wären sie nicht für diese Kolumne ausgewählt worden. Aber es gibt eine ganz Reihe von Alben christlicher Rock- und Pop-Bands in meiner Sammlung, die ich mir nur wegen der Musik sicher nicht zugelegt hätte.

Eine zweite, wesentlich kleiner Kategorie verbindet zwei meiner Sammelleidenschaften – die immer noch virulente Musik und die mittlerweile lange erschlaffte Briefmarken-Sammelei. Die Fa. Sieger, ein Briefmarkenversand, bei dem ich eine Zeitlang unter anderem die Briefmarken der britischen Kanalinseln und der UNO New York im Abonnement hatte, hatte irgendwann die Idee, Briefmarken von Pop-Stars mit der dazugehörigen Musik zu verbinden. Und so wurde die CD-Soundcard geboren, auf der sich Musik eines Stars befand und auf die eine Briefmarke geklebt und mit einem Sonderstempel entwertet worden war. Thema der Folge 90 dieser Kolumne war die CD-Soundcard mit der Musik von Elvis Presley.


Ja und irgendwann habe ich auch mal angefangen, CDs mit modernen Interpretationen von Weihnachtsliedern zu kaufen, wenn sie preiswert zu haben waren. Da gibt es viel Müll, den man sich kaum zwei Mal anhört, viel Belangloses, aber manchmal auch gelungenes. Dazu gehören auch zwei Beispiele aus dem Metal-Bereich. Zum einen das so genannte X-Mas Project, das 1985 und 1995 zwei Alben herausgebracht hat und dessen Vol. II mein Album des Dezember 1995 ist.

Deutlich stärker noch war die Nuclear Blast Weihnachtsband, die wohl vor allem aus Mitarbeitern der Plattenfirma bestand. Ihnen ist es auf zum Teil geradezu geniale Weise gelungen, bekannte Weihnachtslieder wie „Stille Nacht“ zu fantastischen Karikaturen ihrer selbst zu machen. Das Album ist im Januar allerdings von Xerxes ausgestochen worden.

Norbert von Fransecky


Zurück zur Artikelübersicht