····· Detlef Malinkewitz fliegt zum Mond! ····· Retrospektive des deutschen Ausnahmekünstlers Carl Carlton erscheint am 13. September 2019. ····· Neues Album von Jack Tempchin am 23. August 2019 ····· Creedence Clearwater Revival in Woodstock, nun endlich auf Tonträger ····· Mob rules veröffentlichen im Herbst ein neues Live Album ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Artikel

25 Years after - Mein Leben mit der CD; Folge 98: King’s X - Gretchen goes to Nebraska

Wieder einmal ist es der Ort, der die Auswahl der CD für meine monatliche Kolumne bestimmt hat. Am 26. Mai 1994 habe ich Gretchen goes to Nebraska von King’s X in Fäbis CD-Corner für 12,90 schweizer Franken erstanden. Damit ist Gretchen goes to Nebraska nach Paul McCartney (Juli 91, Winschoten, Niederlande), Fatme (Oktober 92, Iraklion, Kreta), den Scorpions (April 93, Meran, Italien) und Edda Müvek (Juli 93, Budapest, Ungarn) die sechste CD, die ich mir außerhalb Deutschlands zugelegt habe.

Mathematiker stutzen wegen der “6“. Erklärung ist einfach. Ich hatte mir bei diesem Besuch der Schweiz insgesamt drei CDs zugelegt – und die zweite für diese Kolumne den anderen beiden vorgezogen. Das waren Son of a Healer von Parche etwas früher am selben Tag in einem Laden namens Marcandella und am folgenden Tag, wieder in Fäbis CD-Corner, das gemeinsame Album von David Coverdale und Jimmy Page.

Der Trip nach Schaffhausen war übrigens eine Dienstreise. In den Pfingstferien waren wir eine Woche lang vom 24. bis 28. Mai auf Konfirmandenfahrt. Interessanterweise kann ich mich an die berühmten Wasserfälle von Schaffhausen überhaupt nicht mehr erinnern, dafür umso mehr an den merkwürdigen Grenzverlauf. Im Prinzip ist der Rhein der Grenzfluss, der das im Norden gelegene Deutschland von der Schweiz trennt. Schaffhausen aber liegt nördlich des Rheins und es ist nicht die einzige Enklave. So wechselt man auf einem Fußmarsch von fünf Kilometern am nördlichen Rheinufer ein knappes Dutzend Mal die Grenze. Strange!

Ein Blick in meinen Terminkalender von 1994 offenbart ein weiteres Kuriosum. Aufgrund der Konfirmandenfahrt habe ich ein Konzert von Mothers Finest verpasst, die am 24. Mai im Metropol aufgetreten sind. Und Mothers Finest sind nicht nur eine der ersten Bands, die ich – mit einem Artikel in der Märkischen Allgemeinen – im Rahmen meiner journalistischen Arbeit verarztet habe. Wenn alles klappt, werde ich sie nun auch ziemlich genau 25 Jahre nach dem verpassten Metropol-Auftritt in Neuruppin zum ersten Mal live erleben. Dann gibt’s in der nächsten Ausgabe natürlich einen Bericht.

Norbert von Fransecky


Zurück zur Artikelübersicht