····· Joe Bonamassa auf Tour!  ····· P!NK: exklusive Karten für ProSieben-Konzert zu gewinnen ····· Aus Japan kommt wieder Loudness  ····· 12 aus 1000 stehen auf Marion Fiedlers neuem Album ····· Im versifften Proberaum entstehen die Kracher von Peoples Temper ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Adorned Brood

Hammerfeste


Info

Musikrichtung: Pagan Metal

VÖ: 01.10.2010

(Black Bards)

Gesamtspielzeit: 47:16

Internet:

http://www.adornedbrood.de
http://www.myspace.com/adornedbroodde

Ach ich weiß auch nicht… Irgendwie zündet die neue Adorned Brood-Platte nicht so richtig bei mir. Musikalisch baut man zweifelsohne auf dem letzten Werk Noor auf und es enthält alle bisher bekannten Trademarks. Sprich es gibt wieder satten Pagan Metal - wie man es heutzutage so schön nennt. Auf Hammerfeste gewährt man allerdings dem Hymnischen mehr Platz als je zuvor. Epische Breitseiten weichen verstärkt eingängigen und fast durchgehend mitbrüllbaren Refrains, verpackt in geradlinige Lieder. Nicht selten erinnert man dabei stark an die Genrekollegen von Ensiferum (wäre da nicht die Flöte). Und diese stecken bekanntlich spätestens seit ihrem letzten Album From afar in einer kreativen Sackgasse. Viel zu oft bekam man in den letzten Jahren die immergleichen Melodien und Schlachthymnen zu hören, so dass sie einem mittlerweile echt zum Halse raushängen.

Ist das jetzt auch das größte Problem an Hammerfeste? Gut möglich. Denn an sich sind die Songs von Adorned Brood auch dieses Mal nicht wirklich schlecht, wenn man mal vom überflüssigen und viel zu langen Intro (Herr der Ringe Reloaded und kalorienreduziert) absieht. Der Titeltrack überfällt einen gleich regelrecht und verführt zum Fäusterecken. Das heroische „Hellea“ zeigt sich etwas abwechslungsreicher und „Pagan knights“ hat zwar auch den üblichen Kitsch-Chorus, aber geht absolut in Ordnung. „In battle“ geht es etwas ruhiger an. Am ehesten in der Schiene der Vorgänger verhaftet ist dagegen der Abschluss „Bless our warriors“, der nicht ganz auf Hitparade macht. Zwiespältig ist mal wieder das typisch metallisierte Sauflied in Form von „Kaperfahrt“.

Das größte Problem von Hammerfeste ist die relative Gleichförmigkeit des Songmaterials. Hier die wohl typische Formel: rasante Strophe mit keifendem Gesang + hymnischer Refrain mit klarem Gesang + Flötenmelodie + Solo + ein bisschen Bombast hier und dort. Noor war da ein wenig spannender und letztlich auch besser, während man hier wohl versucht hat alles möglichst perfekt zu machen, was leider auf Kosten des typischen Adorned Brood-Charmes geht. Aber letztlich ist das wohl auch mal wieder nur Geschmackssache und der gemeine (Genre-)Fan sieht das ganz anders. Besonders diejenigen, welche gerne Richtung Finnland schielen. Ich klinke mich auf jeden Fall hier jetzt aus.



Mario Karl

Trackliste

1Intro3:59
2 Hammerfeste5:17
3 Pagan Knights4:01
4 In Battle3:53
5 Death in Disguise4:18
6 Triumph5:15
7 Hellea5:56
8 Lead my Ship4:25
9 Kaperfahrt5:22
10 Bless our Warriors4:50

Besetzung

Frost (Gesang, Bass)
Anne (Flöte)
Jan (Gitarre)
Mike (Schlagzeug)
Thorsten (Gitarre)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger