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Reviews

Roger Chapman

He was...She was...You was...We was


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 31.10.2005 (1982)

(Angel Air / Fenn)

Gesamtspielzeit: 89:21

Internet:

http://www.chappo.com

So gut war er nie vorher und nie danach, wie in den Jahren zwischen seinen ersten beiden Live-Alben, Live in Hamburg von 1979 und eben diesem Doppeldecker.

Schon das eröffnende „Higher Ground“ zeigt eine ungeheuere Präsenz von Chapman. Jeder Ton, jedes Luftholen, jedes kleine Innehalten und vor allem jedes Losröhren sitzt zu 200 Prozent an der richtigen Stelle und verpasst dieser - wie praktisch jeder anderen Nummer des Albums - einen den Hörer nie los lassenden Spannungsbogen.
Ebenso schwer wie es ist, einzelne Songs hervorzuheben, ist es zu benennen, welcher Musiker nach dem Chef selbst den größten Anteil an der Gesamtleistung hat. „Ducking down“ liefert erst einmal eine große Bühne für Nic Pentelow . Sein Saxofon eröffnet eine Schweißnummer, in der Chappo sich voll entfalten kann -- kraftvoll, sanft, bedient, durchsetzungsstark - und dann taucht plötzlich wieder Pentelow mit einem grandiosen Solo auf.
Überspringen wir mal die nächsten 25 Minuten um zu dem 75-Punkte-Song des Albums zu kommen. Fast 10 Minuten „Night down“, knapp doppelt so lang wie auf dem ersten Live-Album - Anfang der 80er einer der Garanten für eine volle Tanzfläche bei jeder Disco. Danach tropfte die Luft vor Schweiß. Danach gab es für den DJ eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten - die Live-Version von Birth Controls „Gamma Ray“, oder was gaaaaaanz Langsames.

Die zweite CD fällt kein Sekunde gegenüber der ersten ab.
Ein Slow Tune mit packenden Vocals und Mundharmonika wird von einem packenden Medley gefolgt, danach ein toller Groove, der Titelsong, Power Rock icl. Mitgröhl-Refrain und zum Schluss der „Unknow Soldier“ noch mal mit viel Sax.
Und jetzt kommt ein der ganz seltenen Stellen, an denen wirklich ein paar Minuten tote Zeit hingepasst hätten - um einen Gag der LP zu wiederholen.
Denn die Rille der vierten LP-Seite endete nach „Unknow Soldier“ in einer Endlosschleife. Bevor der Studio-Bonus-Track „I just wanna make Love to you” erklingen konnte, musste man den Tonarm anheben und ihn einen Milimeter weiter in eine zweite, innere Rille setzen. Meines Wissens nach eine einmalige Aktion.



Norbert von Fransecky

Trackliste

CD 1
1 Higher Ground (6:05)
2 Ducking down (5:30)
3 Making the same Mistake (5:35)
4 Blood and Sand (5:41)
5 Medley (King Bee/ That same Thing/ Face of Stone) (8:58)
6 Hyenas only laugh for Fun (4:24)
7 Night down No. 2 (a la ZZ) (9:28)

CD 2
1 Prisoner (6:04)
2 Medley (Slow down/ Common Touch) (6:23)
3 Juke Box Mama No. 3 (6:16)
4 He was, she was (6:00)
5 Stone free (icl. Bitches Brew) (5:47)
6 Unknown Soldier (Reprise) (7:15)
7 I just wanna make Love to you (5:27)

Besetzung

Roger Chapman (Voc)
Geoff Whitehorn (Git, Voc)
Poil Palmer (Keys)
Steve Simpson (Git, Mandoline, Voc)
Tim Hinkley (Piano, Voc)
Nic Pentelow (Sax)
Boz Burell (B)
Stretch (Dr)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger