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Reviews

X-Sinner

World covered in Blood


Info

Musikrichtung: AC/DC-Hard Rock

VÖ: 17.02.2009

(Girder Music / Import)

Gesamtspielzeit: 42:17

Internet:

http://www.x-sinner.org

Das neue AC/DC-Album wurde erst erwartet wie die Wasserflasche von einem Verdurstenden, noch vor Erscheinen von der Kritik nach allen Regeln der Kunst abgefeiert und dann von den Käufern an die Spitze der Charts befördert.
Die gerade erscheinenden Jahresrückblicke sind da bereits etwas ernüchtert. Zu Recht erscheint Black Ice hier als ein solides, aber nicht umwerfendes Album, dem es bei allem Können an Hunger, Biss und Leben fehlt, um zum Klassiker zu werden.

Der damit verbundenen Enttäuschung kann begegnet werden. Denn das beste AC/DC-Album seit Back in Black ist tatsächlich erschienen - nur heißt es nicht Black Ice, sondern World covered in Blood. Und es scheint so, als wüssten X-Sinner das ganz genau.
Passend zum AC/DC-Klassiker eröffnen sie ihr neues Album nämlich mit dem krachenden „Back in Red“ - deutlicher kann man nicht sein, ohne anmaßend zu wirken. Insgesamt aber greifen X-Sinner noch weiter zurück und orientieren sich äußerst erfolgreich an den AC/DC-Scheiben der Bon Scott Ära.
Das Schlimmste, was man ihnen dabei vorwerfen kann, ist, dass jedes Riff, jede Gesangsphrase, jedes Solo klingt, als kenne man es schon seit 30 Jahren. Der selber bereits seit über 20 Jahren im Geschäft befindlichen Band gelingt es allerdings, ihre Stücke 120%ig am Original auszurichten, ohne dabei jemals so nah an einem bestimmten AC/DC-Titel dran zu sein, dass man von einem Plagiat sprechen könnte. „Kunst des freien Nachschaffens“ hat einer meiner Kunstlehrer so etwas mal genannt.

Eins muss man im Zusammenhang mit X-Sinner auf jeden Fall noch erwähnen. Während die Australier gerne mal mit dem Gehörnten kokettieren und mit der Kirche Spott treiben, steht der Glaube an die Erlösung durch Jesus Christus nicht nur im Leben der Ex-Sünder, sondern auch in ihren Texten unüberhörbar im Mittelpunkt. Die vom Blut bedeckte Welt, ist die Welt, die durch das Blut Christi von ihren Sünden rein gewaschen ist. Und genau in diesem Kontext ist auch das „Back in Red“ zu verstehen.

Untermalt wird die Botschaft von der erlösenden Heilstat Christi mit betont trockenen Riffs, die einen fast sofort in den Duck-Gang von Angus zwängen („What Rock is for“). Die Stimme näselt aggressiv nachlässig, als sei nicht nur der Sohn Gottes, sondern auch der von Charles Scott wieder auferstanden („World covered in Blood”).

Wenn Ihr Eure Plattensammlung nicht konsequent alphabetisch sortiert, gehört World covered in Blood zwischen Dirty Deeds done Dirt cheap und Let there be Rock - und zwar schleunigst!!



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Back in Red 3:32
2 What Rock is for 3:36
3 Holy Ghost & Fire 3:20
4 World covered in Blood 3:53
5 Storm on the Horizon 4:13
6 Ready to go 3:56
7 Forgive them 3:13
8 Wanna be set free 3:06
9 Got somethin to say 2:59
10 Who's your Friend 4:25
11 That ain't me 4:52

Besetzung

Rex Scott (Lead Voc, Git, Dr, B<6>)
Greg Bishop (Git)
Rob Kniep (b)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger