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Reviews

A Chinese Firedrill

Circles


Info

Musikrichtung: Artrock

VÖ: 11.2007

(Progrock Records)

Gesamtspielzeit: 45:52

Internet:

http://www.joeyvera.com

Bassist Joey Vera ist insbesondere in der Prog Metal Szene schon bekannt, schließlich ist er Hauptamtlicher Basser bei Fates Warning und Armored Saint und hat zuvor bei größen wie Antharax, Tribe after Tribe, Osi und Chroma Key mitgewirkt. Also ein Musiker durch und durch.

Mit seinem ersten Soloalbum, das er unter dem Namen A Chinese Firedrill mit Circles vorlegt, lebt er nun sein Interesse am Artrock aus. Somit fallen auf Circles die Heavy Gitarren fast völlig heraus, kommen nur sehr vereinzelt in einigen Riffs zum tragen. Bestimmt wird das Album von den schwebenden und teilweise treibenden Keyboard Landschaften sowie einem sehr atmosphärischem Programing. Die sieben Stücke zwischen vier und knapp zehn Minuten legen sich in einer etwas rockigeren und moderneren Form an die Pink Floyd zwischen 73 und 93 sowie Alan Parsons Projekt an. Das bedeutet, das die Songs sich langsam auf Keyboard und der Rhythmussektion aufbauen und zum Höhepunkt, einem zumeist grandiosen, kurzen Gitarrensolo zu bewegen.

Als Beispiel mag das Abschlussstück "Rock, Paper, Scissors" gelten: Stakkatoähnliche Programmings eröffnen das zu Anfang rockige, aber sehr elektronische Stück. Die Rhythmussektion, unterstützt von den programmierten Sounds, arbeitet sich langsam. Leicht bedrohlich vor. Darüber kreisen vereinzelte Gitarrenfiguren. Nach ein par Minuten öffnet sich dann die gr0ße Soundlandschaft auf den Keyboards, die Sonds und Melodien kreisen um einen herum, eine gewisse Ähnlichkeit zu Pink Floyds Echoes ist nicht von der Hand zu weisen. Zum Song wird das ganze durch die gesanglich gut dargebrachten Texten, die durchaus auf das traditionelle Schema mit Brücke und Refrain arbeitet. Dieses durchaus bombastisch zu nennende, knapp zehnminütige Stück würde nahtlos auf Pink Floyds letztes Werk, The Division Bell, passen, fehlen tut nur einwirklich gilmoureskes Solo und natürlich auch David Gilmours, oder meinetwegen auch Richard Wrights Stimme.

Die sieben Stücke hängen alle Zusammen und beschreiben dem Albumtitel zu Ehre auch eine Art Kreis, man kann die ca. 46 Minuten immer wieder gut durchhören, und in nicht zu häufiger Darreichung wird es auch nicht langweilig.
Joey Vera und seinen Mitstreitern ist ein tolles Artrockalbum gelungen, das natürlich leider fern jeglicher modernen Strömungen liegt und somit wohl auch nicht den nächsten Tophit beinhaltet bzw. das nächste Topalbum sein wird. Fans des Genres sei es aber wärmstens ans Herz gelegt, denn es hat alles, was das Herz begehrt, ist absolut perfekt in Szene gesetzt und man merkt, das es dem Urheber am Herzen gelegen hat, jetzt genau dieses Album zu produzieren.



Wolfgang Kabsch

Trackliste

1Circles6:15
2 Automatic Fantasy7:26
3 Insane4:11
4 Siucra6:18
5 Never say Never5:30
6 Grass and Stone6:50
7 Rock Paper Scissors9:22

Besetzung

Joey Vera: Gitarren, Bass, Keyboards, Dumbek & Gesang
Greg Studigo: Schlagzeug & Perkussion
DJ Ben There: Scratchings

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger