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Reviews

Heather Myles

Sweet talk & good lies


Info

Musikrichtung: Country/Pure Country

VÖ: 24.06.2002

(Rounder Records)

Man musste sich lange gedulden, um das neue Studioalbum von Heather Myles in Händen halten zu können. Vier Jahre nach ihrem furiosen Album Highways & Honky Tonks startet die aus Kalifornien stammende Sängerin jetzt mit ihrer aktuellen Scheibe Sweet talk & good lies wieder voll durch.

Kaum eine andere Künstlerin verbindet man so eng mit der traditionellen Pure Country Music wie eben Heather Myles, was sich auch auf der neuen Produktion eindrucksvoll bestätigt. Unbeirrt von heutigen Trends weicht sie mit keinem Schritt von ihrem Weg ab und interpretiert Country Music auf die traditionelle Art und Weise, wobei es ihr gelingt verschiedene Stilelemente wie Rockabilly, Rock oder Rhythm & Blues mit einfließen zu lassen und das Ganze zu einer frisch klingenden Real Country Music, weitab vom kommerziellen Schnickschnack, zu vereinen.

Heather Myles' faszinierende Stimme, ihre Art die Songs frisch, locker und authentisch rüberzubringen, sowie ihr großes Songschreibertalent sind Garanten für ihren Erfolg und lässt auch die US-Musikkritiker in den höchsten Tönen loben. Elf der insgesamt 13 Songs des Albums wurden komplett von Heather Myles komponiert, inhaltlich alles sehr lebensnahe Texte, die sie gesanglich ausdrucksstark umzusetzen weiß. Beim Titel "Nashville's gone Hollywood" etwa rechnet sie mit der kommerziellen Nashville-Maschinerie und deren Vermarktungsarten ab, wo die pure Country Music einen schweren Stand hat und eine Künstlerin wie sie bei den Radiostationen schon fast als 'zu Country' betrachtet wird.

Dabei zeigt gerade dieses Album, dass traditionelle Country Music keinesfalls langweilig, schwunglos oder gar altmodisch klingen muss, flotte und mitreißende Honky Tonk Songs a la "Sweet little dangerous", mit rockig klingenden E-Gitarrenriffs aufgepeppt, sorgen für muntere Unterhaltung, daneben präsentieren sich noch zahlreiche wunderschöne, eingängige und melodiöse Midtempo Songs wie z.B. der Honky Tonk Opener "Sweet talk & good lies" und natürlich fehlen auch die gefühlvollen, butterweichen Balladen nicht auf dieser CD.

Alle Titel sind im makellosen Pure Country Sound arrangiert, satte Steelguitarpassagen, feines Akustikgitarrenspiel, Mandoline, Dobro, Fiddle... alles mit Drums und Percussions hinterlegt die hierbei auch nicht zu sehr in den Vordergrund drängen.

Stilsicher bewegt sich Heather Myles hier durch dreizehn bodenständige, schnörkellose Titel unter denen sich auch eine sehr interessante Version des Glen Campbell-Klassikers "By the time I get to Phoenix" befindet, es gelang ihr dabei eine abwechslungsreiche CD ohne Lückenfüller zu produzieren.

Für Fans purer Country Music, die sich von poppigem Crossover-Sound fernhält, ein echtes Schmankerl, das eine Bereicherung für die CD-Sammlung darstellt.



GeraldH

Trackliste

1Sweet talk & good lies
2Nashville's gone Hollywood
3Never had a broken heart
4One man woman again
5Little Chapel
6By the time I get to Phoenix
7One and only lover
8Big Cars
9The love you left behind
10If the truth hurts
11Homewrecker Blues
12Sweet little dangerous
13Cry me a river

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger