····· Mit dem Deathrow Backkatalog wird eine weitere Noise-Band wiederveröffentlicht  ····· Neu durchdacht gehen Valis ablaze neu an den Start ····· Franui touren zwischen Elbphilharmonie und Heustadel ····· Ivar Bjornson (Enslaved) und Einar Selvik (Wardruna) sehen nicht nur mit dem bloßen Auge ····· Das neue Album von Bell Book & Candle kommt auf Deutsch ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Harry “Sweets“ Edison

Sweets for The Sweet Taste Of Love / When Lights Are Low


Info

Musikrichtung: Unterhaltungsmusik/Jazz

VÖ: 01.12.2017('64/'66)

Jackpot Records (Vee Jay/Liberty)

Gesamtspielzeit: 70:31

Internet:

http://www.in-akustik.de/

Der US-amerikanische Jazztrompeter Harry ”Sweets“ Edison lebte vom 10. Oktober 1915 bis zum 27. Juli 1999. 1927 soll es gewesen sein, als er bereits als Teenager begann, in lokalen Bands mitzuspielen., bedeutsame Stationen im weiteren Werdegang waren das Jeter-Pillar-Orchester, die Mills Blue Rhythm Band und Lucky Millinder, danach, von 1937 bis 1950 spielte Edison im Orchester von Count Basie. Der Saxofonist Lester Young, seinerzeit auch in Basie’s Diensten, verpasste ihm den Spitznamen “Sweets“, angeblich wegen seiner Umgangsformen und seiner Spielweise.

Auch nachfolgend war er ein beliebter Begleiter für zahlreiche berühmte Musiker. Mitte der fünfziger Jahre kam es zu ersten Soloeinspielungen. Die mir vorliegende Veröffentlichung enthält zwei komplette Alben des Trompeters mit Aufnahmen aus 1964, Sweets For The Sweet Taste Of Love (Vee Jay Records LPS-1104), unterstützt von einem Orchester unter der Leitung von Benny Carter und aus 1966, When Lights Are Low (Liberty LST-3484) mit Begleitung des Julian Lee Orchesters. Beide LPs erscheinen hier zum ersten Mal überhaupt auf CD, die erste sind die #1-12, der Rest ist von der zweiten.

Ungeachtet des Spitznamens konnte Edison spielerisch auch schon zupacken, meistens jedoch verstand er es mit seiner weichen Art und Weise ganz gezielt seinen persönlich geprägten Sound zu akzentuieren, und auf der Platte Sweets For The Sweet Taste Of Love sowieso, war diese doch einerseits durch die Balladen und die Verwendung üppiger Streicherarrangements entsprechend stark ausgestattet mit diesen fast schon „weichspülerischen“ Ausdruck. Insofern ist dieses sicher kein Album für beinharte Jazzfans, sondern kann es schon eher in die Rubrik gehobene Unterhaltungsmusik eingeordnet werden. Allein der Auftakt mit “Dream” führt uns in einen solchen, sanfte Streicher, umrahmt von zartem Chorgesang und dazu eine dahinschwebende Atmosphäre, in die eine träumerisch klingende Trompete einbricht, das ist ein Wunderland des Schönklangs. Das Album When Lights Are Low ist da gar nicht anders ausgestattet. Doch nicht nur Balladen bestimmen beide Sessions, doch gelegentlich geht der Rhythmus auch schon einmal in Richtung Up-Tempo.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Dream
2 Isn’t It Romantic?
3 When Your Lover Has Gone
4 Nice And Easy
5 My Old Flame
6 I Don’t Know What Kind Of Blues I’ve Got
7 I’m Lost
8 The Girl From Ipanema
9 You’re Blasé
10 Blues In My Heart
11 I Hadn’t Anyone Till You
12 Honeysuckle Rose
13 On A Clear Day
14 I Don’t Know Why
15 It Looks Like Rain In Cherry Blossom Lane
16 Summer Samba
17 Jive At Five
18 Mandy, Make Up Your Mind
19 When Lights Are Low
20 The Shadow Of Your Smile
21 Misty
22 Paradise
23 Somewhere, My Love
24 As Time Goes By

Besetzung

Harry “Sweets“ Edison (trumpet)
Benny Carter (conductor, arranger, prob. sax - #1-12)
Gerald Wiggins (piano- #1-12 )
John Collins (guitar- #1-12 )
Joe Comfort (bass - #1-12)
Earl Palmer (drums - #1-12)
Julian Lee (orchestra & chorus conductor and arranger - #13-24)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger