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Reviews

Russell Joslin

Hey Mathematician


Info

Musikrichtung: Indie-Folk

VÖ: 18.08.2017

(2+2 Records)

Gesamtspielzeit: 62:50

Internet:

http://www.russelljoslinmusic.co.uk/
http://www.hemifran.com/index.html

1981 wurde Russell Joslin geboren und im Jahre 2007 veröffentlichte er sein erstes, selbstproduziertes Album, “Dream Token“. Die Presse bezeichnete das Ergebnis seinerzeit als eine frische Brise in der britischen Folk-Szene. Nun legt der Musiker sein viertes Album vor, Hey Mathematician.

Neben dem unüberhörbaren Folk-Einfluss war der Künstler zwischenzeitlich auch mit Rockbands unterwegs, auch in Richtung Folk-Punk. Und so spiegelt die neue Platte dann auch verschiedene Einflüsse wider. Liebe und Rebellion sind unter anderem Themen für seine Texte. Und nicht in typischer Folk-Manier trägt er diese vor, sondern drückt auch schon einmal kräftig heraus. In Sachen Liebe dürfte es sich dann auch wohl auf die aktuelle Beziehung zur australischen Freundin Sarah McCaig beziehen, so sind die beiden Liebenden auch auf dem Cover umarmenderweise abgebildet.

Startet “Old Glory“ zunächst recht ruhig und beschaulich, so zieht der Song inmitten dann kraftvoll an für ein kurzes Intermezzo, als würde die melancholisch anmutende Stimmung dann doch überlaufen und sich entladen müssen. Leider sind die Texte nicht abgedruckt, es wird jedoch empfohlen, sich diese auf der Webseite des Künstlers herunterzuladen. Und so kann man bissige Aussagen auch zur Regierung in London als auch generell zu politischen Gegebenheiten als auch globalen Problemen und zur oft verfahrenen Situation der menschlichen Gesellschaft Statements erlesen.

Mitunter erinnert mich Joslin an bestimmte Phasen des Kollegen Roy Harper, gerade immer dann, wenn die Akustik-Gitarre kraft- und druckvoll hart angeschlagen wird, zum Beispiel bei “ELevate Me (Smoke)“. Zartere Klänge offenbaren Songs wie “Billy’s Funeral“ oder "Water For Blood".
Letztlich kann man die Musik in ihrer Gesamtheit durchaus aus Folk, oder Indie-Folk einordnen, ein Album mit einer sehr persönlichen Aussage und einem sehr individuellem Stempel versehen, sei es durch das oft stark perkussive und kräftige Spiel auf der Akustik-Gitarre oder den stark herausgedrückten Gesangsstil. Sehr gute und prägende Unterstützung gibt es durch das einfühlsame und innovative Violinen-Spiel von Georgina Leach auf einigen Stücken.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Old Glory
2 Elevate Me (Smoke)
3 Billy’s Funeral
4 Shipwreck
5 We Are 40 Now
6 Water For Blood
7 The Cold Of The Night
8 Shackles
9 Cruel Ministry
10 Early Woman
11 The Blocks Of St.Lukes
12 I I Die A Tory
13 Mother
14 Doves May Fly
(All songs written by Russell Joslin)

Besetzung

Russell Joslin (main guitars, vocals, electric bass and synth)
Sarah McCaig (vocals on Elevate Me, Billy’s Funeral, Water For Blood, The Cold Of The Night, Shackles, Mother and Doves May Fly)
Anna Scott (cello on Billy’s Funeral, Shackles)
Georgina Leach (violin on Elevate Me, Shipwreck, Water For Blood and Mother)
Kurt Barnes (double bass on The Cold Of The Night, Early Woman and Mother)
Jacob Wheeler (drums on Old Glory, Shipwreck, We Are 40 Now, Water For Blood, Shackles and Early Woman)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger