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Reviews

Aretha Franklin

The Complete 1956-1962 Singles, Operation Heartbeat


Info

Musikrichtung: Soul/R&B

VÖ: 21.07.2017

Soul Jam (J-V-K, Checker, Columbia)

Gesamtspielzeit: 63:01

Internet:

http://www.arethasings.com/
http://www.in-akustik.de/

Aretha Franklin vorzustellen, hieße “Eulen nach Athen zu tragen”. Die am 25.März 1942 geborene “Queen Of Soul“ hatte auch noch ein Leben vor den Aufnahmen auf Atlantic Records, mit denen sie ihre Hitfabrik eröffnete. Mit dem Untertitel Operation Heartbreak werden auf dieser mit 16 seitigem informativem Booklet ausgestatteten Kollektion ihre Complete 1956-1962 Singles vorgestellt, löblicherweise in chronologischer Reihenfolge. Alle A- und B-Seiten der in den USA veröffentlichten Songs gibt es hier zu hören, von den Labels J-V-B, Checker und Columbia.

Und hier bemerkt man, dass sie bereits vor den bekannten Jahren sehr hervorragende Musik vorlegte, und ihre Stimme schon dieses ganz spezielle Gänsehautgefühl auslösen konnte. Und hier weise ich im Besonderen auf die ersten vier Songs dieser Zusammenstellung hin, aufgenommen für das Label J-V-B, und später auch auf Checker veröffentlicht. 1956 entstanden die Titel in der New Bethel Baptist Church in Detroit, Michigan. Der also noch ganz junge Teenager Aretha singt hier bereits voller Inbrunst, begleitet sich selbst auf dem Piano und hinzu kommt ein Chor. Aufnahmetechnisch ist hier allerdings kein Hi-Fi zu erwarten, aber das berührende Gefühl dieser Musik entschädigt dafür vollends.
Ab dem sechsten Song gibt es dann bereits einen Sprung in das Jahr 1960. Aretha war bei Columbia Records gelandet. Und schon wurde es professioneller, sehr gute Musiker standen ihr zur Seite, die Arrangements waren ausgefeilt und auch das Songmaterial war erstklassig.

Man schien jedoch eine Auslotung einer Richtung vorzunehmen, denn es folgten Stücke verschiedener Stilrichtungen, Bluesbetontes (“Today I Sing The Blues“), wechselte sich ab mit Gospel-inspirierten Songs (“Won’t Be Long“), inbrünstigen Soul-Balladen (“Maybe I’m A Fool“) oder Jazz-Stücken wie “Lover Come Back To Me“. Wie auch immer, Aretha wurde allen Sätteln gerecht und konnte glänzen mit ihrer besonderen Art des emotionalen Ausdrucks, besonders kraftvoll zu singen. Ein ganz besonders schöner Titel beendet die Platte, “God Bless The Child“ von Billie Holiday, sehr gefühlvoll mit Streichern arrangiert.
Fünf Jahre sollte es nun noch dauern, bis der erfolgreiche Wechsel zu Atlantic Records erfolgte. Aber das ist eine andere Geschichte.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Never Grow Old (2:58)
2 You Grow Closer (2:45)
3 Precious Lord, Part 1 (3:25)
4 Precious Lord, Part 2 (2:55)
5 Today I Sing The Blues (2:47)
6 Love Is The Only Thing (2:41)
7 Won’t Be Long (3:11)
8 Right Now (2:25)
9 Are You Sure? (2:43)
10 Maybe I’m A Fool (3:18)
11 Rock-A-Bye Your Baby With A Dixie Melody (2:25)
12 Operation Heartbreak (2:56)
13 It Ain’t Necessarily So (2:55)
14 Lover Come Back To Me (2:36)
15 Rough Lover (2:47)
16 I Surrender, Dear (2:45)
17 Don’t Cry, Baby (3:20)
18 Without The One You Love (2:48)
19 Just For A Thrill (2:33)
20 Try A Little Tenderness (3:17)
21 Trouble In Mind (2:16)
22 God Bless The Child (3:03)

Besetzung

Aretha Franklin (lead vocals, piano)
Al Sears (saxophone)
Jimmy Cleveland (trombone)
Bucky Pizzarelli (guitar)
Chauncey “Lord” Westbrook (guitar)
Milt Hinton (bass)
Ray Bryant (piano)
Ernie Hayes (piano)
Osie Johnson (drums)
Belton “Sticks” Evans (drums)
Tyree Glenn (trombone)
Clifton “Skeeter” Best (guitar)
Bill Lee (bass)
John McFarland (piano)
C. Massey (saxophone)
Robert Ascher (trombone)
Russ Savakus (bass)
Gary Chester (drums)
Stanley Web (saxophone)
Bernie Privin (trumpet)
Don Armone (guitar)
Bill Lee (bass)
Mo Wechsler (piano)
Teddy Somer (drums)
Plus violins
Unidentified chorus, backing vocals

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger