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Reviews

Gov't Mule

Revolution Come... Revolution Go


Info

Musikrichtung: Blues Rock

VÖ: 09.06.2017

(Fantasy Records / Universal Music)

Gesamtspielzeit: 113:46

Internet:

http://www.mule.net
https://www.facebook.com/govtmule/

Dass man bei Gov't Mule ordentlich „value for money“ bekommt, ist man gewohnt. Davon macht auch der neueste Streich Revolution Come... Revolution Go keine Ausnahme. Zwei CDs, 15 neue Songs und alternative Versionen von drei Albumtiteln. Das macht rund 114 Minuten Musik. Auch so bekommt der geneigte Fan wieder das, was er von dieser Band hören möchte: Knackigen Blues Rock mit starken Southern-Einflüssen, etwas Hard Rock, sowie einem Hauch von Jazz und Soul.

Soweit so gut. Das Album startet überraschend aggressiv mit „Stone Cold Rage“. Trotz leicht funky Groove wird kräftig zugepackt. Und textlich ist man nah dran am Heute. Viele Songs entstanden unter dem Eindruck der politischen Spaltung und erfassen die Anspannung und die Empfindungen der Amerikaner. Egal welch politischem Lager sie angehören. Also nicht unbedingt Anti-Trump, aber pro Vernunft. Schlüsselnummer ist dabei der lässig swingende Titeltrack, der die alltäglichen Revolutionen in den Mittelpunkt stellt.

Aber weg vom textlichen, mehr hin zum musikalischen Inhalt. Die Platte lebt mal wieder von der großen Musikalität der Herren Haynes, Abts, Louis und Carlsson. In diesem Genre gibt es derzeit wohl keine bessere Band. Das Zusammenspiel ist teils wirklich atemberaubend. Und das kommt bei Revolution Come... Revolution Go noch etwas mehr zur Geltung als sonst. Denn es scheint, als habe das Jammige der Liveauftritte verstärkt ins Studio Einzug gehalten. Trotzdem teils längerer Spielzeit kommen die einzelnen Songs aber dann noch recht knackig um die Ecke.

Dieses Mal sind es aber mehr die ruhigen, melancholischen Stücke, die in Sachen Songwriting mehr überzeugen können. Zum Beispiel das warme, emotionale, aber durchaus aufpeitschende „Pressure Under Fire“, das soulige „Dreams & Songs“ oder die vergleichbaren Nummern „The Man That I Want To Be“ und „Easy Times“, die durchaus auf dem Soloalbum Man In Motion von Warren Haynes hätten stehen können. Daneben gefällt die melodische Southern-Nummer „Traveling Tune“. Die soulige, Reagge-beinflusste Vorab-Single „Sarah, Surrender“ sorgt für Abwechslung, auch wenn der Song nicht zu den großen Highlights der Platte gehört. Zu diesen muss man den dynamischen Titeltrack (auch als Alternativ-Version mit jazzigem „Gebläse“) und den Led-Zeppelin-mäßigen Groove-Rock „Dark Was The Night, Cold Was The Ground“ zählen.

Insgesamt ein gutes Album. Alles andere wäre eine arge Enttäuschung gewesen. Allerdings muss man auch als Fan gestehen, dass Gov't Mule auch schon mal bessere Platten veröffentlicht haben. Aber vielleicht entpuppt sich Revolution Come... Revolution Go als veritabler Grower, wie ein paar seiner Vorgänger auch schon. Wollen wir das mal nicht ausschließen...



Mario Karl

Trackliste

1. Stone Cold Rage (6:00)
2. Draw That Way (5:17)
3. Pressure Under Fire (5:23)
4. The Man That I Want To Be (6:21)
5. Traveling Tune (5:17)
6. Thorns Of Life (8:48)
7. Dreams & Songs (6:37)
8. Sarah, Surrender (4:11)
9. Revolution Come, Revolution Go (8:03)
10. Burning Point (feat. Jimmi Vaughan) (6:51)
11. Easy Times (6:58)
12. Dark Was The Night, Cold Was The Ground (7:25)

Bonus-CD:
1. What Fresh Hell (5:47)
2. Click-Track (4:13)
3. Outside Myself (6:08)
4. Revolution Come, Revolution Go (Alternate Version) (8:03)
5. The Man That I Want To Be (Live In Studio Version) (5:33)
6. Dark Was The Night, Cold Was The Ground (Live In Studio Version) (6:51)

Besetzung

Warren Haynes (Gitarre, Gesang)
Matt Abts (Schlagzeug)
Danny Louis (Keyboards, Gitarre, Backing-Gesang)
Jorgen Carlsson (Bass)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger