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Reviews

Yelena Eckemoff Quartet

Leaving Everything Behind


Info

Musikrichtung: Modern Jazz

VÖ: 14.09.2016

(L & H)

Gesamtspielzeit: 79:52

Internet:

http://www.landhproduction.com/index.php
http://www.yelenamusic.com/

Die aus Moskau stammende Pianistin und Komponistin Yelena Eckemoff hat bereits etliche Platten mit der Firma L & H Production veröffentlicht, darunter einige Trio-Platten. Hier ist sie erneut als Quartett unterwegs.
Die Mutter, Olga, eine professionelle Pianistin lehrte der gerade einmal Vierjährigen das Pianospiel und schon bald entwickelte sich eine sehr erfolgreiche Laufbahn inklusive Studium und entsprechenden meisterlichen Abschlüssen. Selbst wurde Yelena später Klavierlehrerin, spielte Solokonzerte, Jazz und auch experimentellen Jazz Rock. 1991 verließ sie die Sowjetunion und lebt seitdem in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Nach dem letzten hervorragenden Album mit den Musikern Tore Brunborg Arild Andersen und Jon Christensen ist das Quartett nun neu besetzt und besitzt mit dem Geiger Mark Feldman einen ausgesprochen individuellen Solisten. Durch seine Erfahrung auch im Bereich klassischer Musik ergibt sich auf dieser Platte eine sehr interessante Balance zwischen klassischen Elementen und Jazz.
Und Feldman nutzt das ganze Spektrum seines Instruments auf beeindruckende Weise. Mal klingt er wie der Interpret ernster Musik, dann quillt die folkloristische „Volksseele“ aus den Boxen, gelegentlich verliert er sich in avantgardistisch klingende Gefilde, aber auch Reminiszenzen an den Kollegen Stephane Grappelli werden wach, gerade in den stark jazzigen Passagen.
Somit ist Feldman sehr präsent, vielleicht gar ein wenig mehr als Eckemoff, und er bestimmt mit seinem Spiel die Atmosphäre und den Charakter der Musik sehr stark.
Das Rhythmusgespann agiert tadellos, spielerisch, einfühlsam und stets als Teil des Ganzen.

“Coffee & Thunderstorm“ ist eines der wohl interessantesten Stücke des Albums und ich empfehle es als Höreinstieg. Es wirkt sehr leicht und luftig, spielt mit subtilen Elementen, wirkt schon fast poetisch. Dazu gibt es innerhalb der fast siebeneinhalb Minuten ständige Entwicklung und Veränderung. Gerade hier spürt man auch die Balance zwischen klassischer Musik und Jazz sehr deutlich.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Prologue (3:03)
2 Rising From Within (5:04)
3 Mushroom Rain (6:57)
4 Coffee & Thunderstorm (7:28)
5 Spots Of Light (7:42)
6 Love Train (8:21)
7 Leaving Everything Behind (8:33)
8 Hope Lives Eternal (7:40)
9 Tears of Tenderness (7:20)
10 Ocean Of Pines (8:07)
11 A Date In Paradise (8:23)

Besetzung

Yelena Eckemoff (piano & compositions)
Mark Feldman (violin)
Ben Street (double bass)
Billy Hart (drums)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger