····· Auf Album Nummer Fünf interpretiert Markus Kohl seine Klassiker neu ····· Nach den Studio-Alben werden nun auch ein Best of- und ein Live-Album von Pink Floyd auf Vinyl widerveröffentlicht ····· Für ihre Frühjahrs-Tour haben J.B.O. die Wiener Rammelhof als Support bestätigt ····· Europe zeigen neues Video ····· Die Erfurter Traditionsmetaller Macbeth rereleasen ihr zweites Demo als Vinyl-EP ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Rising

Oceans Into Their Graves


Info

Musikrichtung: Metal

VÖ: 29.04.2016

(Indisciplinarian)

Gesamtspielzeit: 43:14

Internet:

http://www.facebook.com/risingdk
http://www.rising.bandcamp.com

Noch vor der Veröffentlichung ihres letzten Albums Abominor zerbröselte die Band Rising in ihre Einzelteile. Keine Konzerte mehr, zumindest aber ein lässiges Album rausgebracht. Nachdem sich Bandkopf und letzter „Überlebender“ Jacob Krogholt die letzten Jahre verstärkt um sein Label Indisciplinariam kümmerte, ist er jetzt mit einer komplett neuen Besetzung und frischer Musik wieder da.

Und Oceans Into Their Graves klingt typisch nach Rising - und doch wieder nicht. Der harte, riffbasierte und zeitgemäße Sound ist immer noch da. Die Musik ist rau und manchmal auch ungehobelt, es rumpelt und knarzt. Aber doch hat es sich etwas verändert. Zum einen arbeitet die Band jetzt mit zwei Gitarren, was ihr ermöglicht klanglich aus den Vollen zu schöpfen und seine Songs mit feinen Texturen und gedoppelten Melodieböden zu arbeiten.

Noch auffälliger ist allerdings der Gesang. Wo dieser früher eher grummelnd und unmelodisch war, hat die Band jetzt mit Morten Grønnegaard einen richtigen Sänger an Bord, der zwar auch rau und kraftvoll intonieren kann, dafür aber ebenso ein gutes Händchen für Melodien hat. So hört man erstmals in der Geschichte von Rising mitreißende Harmonien. Und Krogholt & Co. nutzen dies voller Elan aus. Auf Oceans Into Their Graves wimmelt es von liebevollen, dynamischen Songs, denen man ihre Aufbruchstimmung anhört. Dabei eint die Songs ein Thema: der Tod in den verschiedensten Formen - sei es ganz persönlicher Natur oder ganz allgemein in sozialer oder politischer.

Stilistisch wandelt man dabei zwischen alter Schule (inkl. „traditioneller“ Gitarrenriffs) und modernen Klängen á la Baroness oder Mastodon - wobei der Oldschool-Anteil überwiegt. Bestes Beispiel ist das vorbei veröffentlichte „Old Jealousy“. Ein toller Song der die neuen Rising wunderbar repräsentiert. Der Rest ist nicht viel schlechter, selbst wenn man am Ende leider die ganz großen Hits vermisst.

Oceans Into Their Graves ist trotzdem ein Comeback der Dänen nach Maß, mit dem ich nicht mehr gerechnet hätte. Willkommen zurück!



Mario Karl

Trackliste

1All Dirt4:16
2 Burn Me Black3:58
3 Old Jealousy4:02
4 Blood Moon3:47
5 The Anger7:39
6 Coward Heart3:13
7 Death of a Giant4:22
8 Killers of the Mind4:12
9 Waste Deep3:16
10 The Night4:29

Besetzung

Morten Grønnegaard (Gesang)
Jacob Krogholt (Gitarre)
Anders Bo Rasmussen (Gitarre)
Bjarke Lassen (Bass)
Martin Niemann (Schlagzeug)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger