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Reviews

A.Tronic

Tangible


Info

Musikrichtung: Fusion-Pop

VÖ: 30.10.2015

(Popsick Records)

Gesamtspielzeit: 59:32

Internet:

http://www.a-tronic.com/
http://www.uk-musikpromotion.de/kontakt.html

Der Jazzbassist André Nendza, der mich 2012 mit seiner CD “Rooms Restored“ hat begeistern können, arbeitet seit 2012 mit einer neuen Besetzung, über die Grenzen des Jazz hinaus, ab in Richtung Pop. Und man versucht auch, Funk und Soul unterzubringen.
Es startet in leichtem Funk-Groove, und so könnte es mit der sich oft wiederholten Zeile “I’m gonna hypnotize you“ tatsächlich gelingen, mich in einen Trancezustand zu versetzen.
Aber nicht aus dem Grunde, dass ich mich vollends der Musik hingebe, sondern weil mich dieser Song anderweitig abschalten lässt, denn, um es auf den Punkt zu bringen – er langweilt mich eher als dass er mich packt.
“Milestone“, das rockt recht flott und erinnert mich an den Song “Blueprint“ der Rainbirds.

Und so ist es, dass die Hoffnung darauf, nicht nur rhythmisch geprägten Groove zu erleben, sehr schnell verfliegt, denn Emotionen erreichen mich nur an der Oberfläche, ausgehend von der Musik und einwirkend auf mich. Technisch einwandfrei, ohne Tadel vorgetragen, fehlt hier etwas, Seele und Leidenschaft, die einen Funken erzeugt, der dann überspringen könnte, also echter Groove.
Besser gelingt es auf dem Song “Darts“, der unter dem Aspekt Popmusik bei mir hoch punkten kann und sich eigenständig abhebt aus dem Konzept.
Hier passen Songwriting, Arrangement und Ausdruck gut zusammen.
Ganz cool ist dann auch noch “Heat“, mit dem Einsatz der Pedal Steel und dem lasziven Gesang halte ich es ebenfalls für einen der interessanten Songs der Platte.

Tangible, der Albumtitel, greift bei mir also nicht, fühlbar oder greifbar erreicht mich leider nicht viel von der Musik, trotz der unbestrittenen Perfektion der Musiker.
Gesanglich kann mich Franziska Loos auch nicht durchgehend überzeugen, es fehlt das gewisse Besondere in der Gestaltung und im Ausdruck. Solche Songs wie “A Fairy Song“ liegen ihr meines Erachtens jedoch sehr gut, d.h., ich sehe sie eher als Pop- denn als Jazzsängerin, oder auch im Bereich Singer/Songwriter könnte es passen. Insofern bleiben mir drei Titel, die mir persönlich zusagen.
Wer sich trotz meiner subjektiven Bedenken auf diese Musik einlassen möchte, dürfte nicht enttäuscht sein, unter dem Aspekt, nicht das Alltägliche und Gewöhnliche geboten zu bekommen.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Hypnotize You (4:10)
2 Milestone (4:36)
3 Envy (6:16)
4 Darts 4:59)
5 Family Ties 4:07)
6 Heat (6:12)
7 Breakfast For Two (4:38)
8 The Line (3:51)
9 23 (4:27)
10 Out Of The Moon (5:04)
11 Happy End (4:23)
12 A Fairy Song (6:42)

Besetzung

Franziska Loos (all vocals)
Andreas Wahl (guitars)
Markus Segschneider (guitars, pedal steel, banjo)
André Nendza (bass, voice - #9)
Ulf Stricker (drums, crotales - #3)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger