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Reviews

Jazzmine

The Play


Info

Musikrichtung: Jazz Rock/Fusion

VÖ: 23.10.2015

(TerjeB)

Gesamtspielzeit: 53:24

Internet:

http://www.jazzmine.no/
http://www.gordeonmusic.de/
http://www.terjeb.no/

Musik aus Norwegen, speziell Jazz, hat mich schon lange gepackt.
Terje Rypdal, Jan Garbarek, Nils Petter Molvær, Karl Seglem, Ruphus, das sind nur einige Beispiele dieser vielfältigen und bunten Musikszene, mit der ganzen Bandbreite des Jazz.
Und nun stellt sich mir eine weitere Band vor, Jazzmine.
Doch sind die Musiker nicht allein auf Norwegen beschränkt.
Die im Jahre 2014 gegründete Band setzt sich aus Musikern aus Deutschland, Frankreich, Ungarn, Rumänien und Norwegen zusammen, in Oslo wohnen sie.

Die Musik orientiert sich an dem, was in den Sechzigern begann und im Laufe der Zeit als Jazz Rock in den Siebzigern einen Höhepunkt erlebte. Später gab es oft Versuche einiger Musiker, diesen Trend wieder aufleben zu lassen, mit unterschiedlichen Erfolgen. Mittlerweile ist der Begriff Fusion alltagstauglicher, nachdem die ursprünglichen Elemente von Jazz und Rock noch um andere erweitert wurden.

Neun selbstgeschriebene Stücke (von Tore Bø), als Suite in neun Akten angeordnet und arrangiert, wurden live eingespielt im Februar 2015 in der Holmenkollen-Kapelle in Oslo.
Der erste Akt klingt sehr an den Siebzigern orientiert, ein wenig klingt es manchmal auch nach der niederländischen Band Solution, bei allen Titeln entsteht durch das Vibrafon eine geringfügige Nähe zu Gong, und ein wenig Average White Band schimmert auch einmal durch, oder auch die norwegischen Kollegen von Ruphus klingen an.
Das heißt, typische Elemente des Jazzrocks des Nordens aus Finnland, Schweden und Norwegen sind stilistisch offensichtlich. Jukka Tolonen, Janne Schaffer, Pekka Pohjola und ähnliche Musiker standen möglicherweise Pate.

Dieser Jazz Rock ist nicht aufregend oder an den Nerven zerrend, wie einst in den Anfangstagen von solchen Bands wie Return To Forever oder Eleventh House praktiziert, aber auch weit weg von der schleichenden Kommerzialisierung des Genres mit Hinwendung zu simpler Discomusik und später auch zum Smooth Jazz. Diese Musik ist eigen- und bodenständig und bildet die seinerzeit bereits anders geartete europäische Variante gut ab, im Stil der alten Zeit, in der Neuzeit aber gut aufgestellt.

Jazzmine ist insofern eine sehr gute neue Band, die es verdient, mit offenen Ohren empfangen zu werden!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Act 1 (6:20)
2 Act 2 (5:16)
3 Act 3 (5:26)
4 Act 4 (5:44)
5 Act 5 (4:53)
6 Act 6 (6:27)
7 Act 7 (5:32)
8 Act 8 (5:56)
9 Act 9 (7:44)

Besetzung

Magnus Bakken (tenorsax / Akai EWI)
Erik Rochette (guitars)
Zsolt Molnar (vibraphone / MALLET Kat)
Levente Gyarfas (keyboards)
Niklas Østergaard (drums)
Tore Bø (bass)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger