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Reviews

Fuzzbee

Dreams And Other Living Things


Info

Musikrichtung: Fusion/Pop/Rock

VÖ: 03.02.2015

(Fuzzbee Music)

Gesamtspielzeit: 51:59

Internet:

http://www.fuzzbee.com/
http://www.hemifran.com/

Das ist ja wieder einmal ein eigentlich ganz unbekannte Name - Fuzzbee Morse.
Dabei ist der Mann stets recht rührig gewesen und ist es heute noch. Morse ist nicht nur Musiker, sondern auch Komponist von Filmmusik und Produzent.Schon im frühen Kindesalter lernte er Gitarre und Piano und war in den Sechzigern rasch infiziert durch die Britische Invasion, das heißt, durch die Beatbands.

Dieses war auch die Initialzündung für die Gründung einer eigenen Band, The Oddballs, und eine Begegnung im zarten Alter von 13, nämlich mit Frank Zappa, sollte seinen weiteren musikalischen Weg bestimmen. Dieses führte auch zur Erweiterung des musikalischen Horizonts, da tauchten nun auch noch Klassik, Jazz und Rhythm & Blues auf.Weitere wichtige Begebenheiten waren die Begegnungen mit Josef Zawinul und Jaco Pastorius.

Sämtliche musikalischen Kontakte und die Produzententätigkeit führten letztlich dazu, dass die Idee für diese Platte, übrigens das Debütalbum des Musikers, geboren war, und man schaue einmal auf diese hochkarätige Besetzung mit Jerry Marotta, Tony Levin und David Sancious!
Offensichtlich, und das entnehme ich auch einem Foto im Innenteil der CD, ließen es sich auch Joe und Willie von den Chambers Brothers nicht nehmen, auf dem letzten Song zum Gesang beizutragen.

Wir hören einen sehr poporientierten Sound, der hochprofessionell vorgetragen wird, mit vielen dieser typischen Attribute, wie sie für Westcoast-Sound und auch Power Pop gelten.
So beherrscht Harmonie inklusive feiner Gesangsharmonien die Stimmung, manchmal groovet es noch ein wenig dazu, zum Beispiel sehr gut nachzuhören auf It’s Time To Go mit seinem Bläserarrangement. Oooh Baby ist typischer Rhythm & Blues, wie man ihn von Leuten wie Womack & Womack kennt und Voodoo Child (Slight Return) von Hendrix ist dann erwartungsgemäß ein wenig packender und der Protagonist lässt die Gitarre mächtig sprechen.

Zum Schluss erwartet uns dann mit Underground Railroad eine treibende Atmosphäre mit schwebendem Ausdruck und so wird diese Platte ganz hervorragend abgerundet, insgesamt ist das Musik auf hohem Niveau, wahrscheinlich wird sie nicht erfolgreich sein, wird hier zu wenig auf die Charts geschielt. So schwankt der Stilmix zwischen Pop, Fusion, Rhythm & Blues und Rock.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Long As The Wind Blows (3:36)
2 It’s Time To Go! (4:47)
3 Oooh Baby (5:03)
4 Voodoo Child (Slight Return) (5:13)
5 Zonga! (7:39)
6 Brother Ray (4:37)
7 Onward (5:56)
8 Livin’ In A Land Of The Free (3:34)
9 Angel (4:22)
10:Underground Railroad (6:28)
(all songs written by Fuzzbee Morse, except #4, 9 by Jimi Hendrix)

Besetzung

Fuzzbee (vocals, guitars, keyboards, omnichord, horns, vibes, percussion, electric piano)
Daya Rawat (vocals)
Tony Levin (bass, funk fingers bass, NS electric upright bass)
Jerry Marotta (drums, percussion, ocarina, omnichord, taos drums, percussion, bongos, road case, shakers, rainstick)
David Sancious (piano, keyboards, virtual soprano, synth, Hammond organ, strings)
Lisa Frazier (vocals)
Willie Chambers (vocals)
Joe Chambers (vocals)
Tyra Juliette (vocals)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger