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Reviews

ZZ Top

The Very Baddest Of... (2-CD)


Info

Musikrichtung: (Blues) Rock

VÖ: 20.06.2014

(Warner Music)

Gesamtspielzeit: 149:13

Internet:

http://www.zztop.com
http://www.facebook.com/ZZTop

45 Jahre ohne einen einzigen Besetzungswechsel - gibt es ein beständigere Gruppe als die „lil' ol' band from Texas“? Passend zu diesem Jubiläum werfen ZZ Top eine neue Best-Of-Kompilation auf den Markt. Und diese hat es wirklich in sich. Zumindest wenn man zur Doppel-CD-Version greift (was man unbedingt tun sollte). Quer durch alle Schaffensperioden, über mehrere Plattenfirmen hinweg, vom selbst benannten Debüt von 1971 bis zum 2003er Mescalero, hat man sich die Highlights geschnappt und auf die beiden Silberlinge gepresst. Schade, dass dabei die letzte Platte La Futura (2012) außen vor blieb. Denn auch dort hätte man noch ein paar Rohdiamanten finden können.

Doch auch so bekommt man eine ganze Latte an feinster, bluesiger Rockmusik ins Haus geliefert, anhand der man die Entwicklung der Band bestens nachvollziehen kann. Von den kernig-blusigen Anfängen und dem ersten Höhenflug mit den Alben Tres Hombres und Fandando!, über das kantige Highlight Degüello und den endgültigen Mainstream-Durchbruch mit den Alben Elimiminator und Afterburner, mit denen ZZ Top bewiesen, dass sich glattpolierte 80s-Sounds und bodenständiger Rock nicht unbedingt ausschließen müssen, bis zur rauen Spätphase, bei der die Band vor allem von ihrem Coolness-Charme lebte.

Schön ist dabei, dass man gerade bei den Oldies zu den remasterten Originalnummern und nicht zu den Drumcomputer-verseuchten Neuauflagen der 80er griff. Somit erstrahlen Klassiker wie „Francine“, „It's only love“, „Blues Jean Blues“ oder „Just got paid“ so schön staubig und urwüchsig, wie sie einst gedacht waren. Und trotzdem passen die Songs gut zu chromschimmernden Titeln wie „Sharp dressed man“, „Doubleback“ oder der Megaballade „Rough Boy“. Lediglich das von Synthie-Sounds und E-Drums angetriebene „Velcro Fly“ wirkt dagegen heute ziemlich überholt und scheußlich.

Innerhalb von zweieinhalb Stunden bekommt man durchgehend feinste, zeitlose Rockmusik, die vor eleganter Coolness auch nach vier Jahrzehnten nur so strotzt. Ob „Tush“ oder „Mescalero“ - ZZ Top waren und sind immer noch die Chefs, die selbst in ihren schwächeren Zeiten immer über alle Zweifel erhaben waren. Wer schon immer mal in das Universum der Herren Gibbons, Hill und Beard eintauchen möchte, hat hier den richtigen Startpunkt gefunden. Tolle Zusammenstellung, bei der man höchstens als Erbsenzähler Titel wie „Breakaway“, „Balinese“ oder „Stages“ vermissen dürfte!



Mario Karl

Trackliste

CD1:
1. Gimme All Your Lovin’ (3:31)
2. Sharp Dressed Man (2:59)
3. La Grange (3:52)
4. Tush (2:16)
5. (Somebody Else Been) Shaking Your Tree (2:35)
6. Francine (3:33)
7. Beer Drinkers & Hell Raisers (3:25)
8. It’s Only Love (4:23)
9. Arrested For Driving While Blind (3:06)
10. I Thank You (3:01)
11. Cheap Sunglasses (2:40)
12. Tube Snake Boogie (3:05)
13. Pearl Necklace (4:06)
14. Just Got Paid (4:27)
15. Waitin’ For The Bus (2:52)
16. Jesus Just Left Chicago (3:30)
17. Heard It On The X (2:26)
18. I’m Bad, I’m Nationwide (4:52)
19. Dust My Broom (3:08)
20. Velcro Fly (2:54)
21. Party On The Patio (2:48)

CD2:
1. Viva Las Vegas (4:02)
2. Pincushion (4:33)
3. Legs (3:36)
4. Got Me Under Pressure (4:02)
5. Sleeping Bag (4:06)
6. Rough Boy (3:50)
7. Doubleback (3:56)
8. My Head’s In Mississippi (4:25)
9. Give It Up (3:32)
10. Just Got Back From Baby’s (4:10)
11. Blue Jean Blues (4:44)
12. She’s Just Killing Me (4:57)
13. What’s Up With That? (5:20)
14. Rhythmeen (3:53)
15. Loaded (3:48)
16. Fearless Boogie (4:01)
17. Mescalero (3:49)
18. Que Lastima (4:26)
19. As Time Goes By (4:32)

Besetzung

Billy F Gibbons (Gitarre, Gesang)
Dusty Hill (Bass, Gesang)
Frank Beard (Schlagzeug)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger