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Die Musiklegende Little Steven meldet sich mit dem ersten Soloalbum seit fast zwei Jahrzehnten zurück

Fans von Little Steven können die Champagnerkorken knallen lassen. Nach fast zwei Jahrzehnten wurde die Veröffentlichung eines neuen Albums angekündigt. Soulfire soll am Freitag, den 19. Mai 2017 erscheinen. Angekündigt wird es als „sein bisher unverfälschtestes und persönlichstes künstlerisches Statement“. Auf diesem Album widmet sich das Rock & Roll Hall of Fame-Mitglied noch einmal einer Reihe von Songs aus seiner gesamten Karriere als Künstler, Performer, Produzent, Arrangeur und Songwriter. Dabei verbindet er Soul-Bläser und Rock’n’Roll-Gitarren miteinander – ein extrem einflussreicher Sound, den er zuerst auf den legendären ersten drei Alben von Southside Johnny and the Asbury Jukes vorstellte und weiterentwickelte.

„In diesem Fall war ich selbst das Konzept,“ erklärt Little Steven. „ Darum habe ich Songs ausgewählt, die in ihrer Gesamtheit ein ehrliches Bild von mir ergeben: ein paar Cover, ein paar neue Songs und einige der meiner Meinung nach besten Songs aus meinem Katalog. Auf dieser Platte zeige ich mich selbst.”

Die Rückkehr von Little Steven and The Disciples of Soul wurde durch die Bitte eines Freundes, beim Londoner Bluesfest 2016 aufzutreten, ausgelöst. Steven van Zandt, wie Little Steven bürgerlich heißt, war gerade von einer Stadiontour mit Bruce Springsteens E Street Band zurückgekommen, aber wie der Zufall es wollte, hatte er für den Herbst tatsächlich eine Reise nach Großbritannien geplant, um den Geburtstag seiner Frau und den 80. seines Freundes Bill Wyman zu feiern.

Little Steven stellte schnell eine neue Disciples of Soul-Band für das 21. Jahrhundert zusammen – eine sich ständig verändernde Gruppe von Außenseitern und Einzelgängern mit drei Hintergrundsängern und einem kompletten Bläsersatz, zu dem im Moment auch die alten Asbury Jukes/ Miami Horns Saxophonisten Stan Harrison (Tenor) und Eddie Manion (Bariton) gehören. Stevie und seine 15-köpfige Band überquerten den Atlantik und brachten The O2 in London mit ihrem eigentlich als einmalige Angelegenheit geplanten Auftritt zum Erbeben. Und dann dachte sich van Zandt, „jetzt haben wir schon 22 Songs geprobt, da sollten wir doch ein Album aufnehmen.”

„Ich hatte noch nie so viel Spaß bei der Arbeit an einer Platte,” erzählt van Zandt hinterher. „Wir brachten es ganz schnell in trockene Tücher, solange wir noch das Feuer und die Energie von unserem Auftritt in London im Blut hatten. Das nahmen wir einfach mit ins Studio und machten das Album innerhalb von sechs Wochen fertig – vom ersten Ton bis zum Mix. Das ist einfach eine von diesen Geschichten, scheinbar sollte es einfach so sein.”

In den Jahren zuvor hatte Little Stevenunter anderem als Schauspieler, Moderator, Historiker, Rock’n’Roll-Botschafter und nicht zuletzt als Komponist, Produzent und Songwriter gearbeitet. So drückte er den Alben einer ganzen Reihe internationaler Garage Rock Bands seinen Stempel auf, konnte aber nie das Gefühl abschütteln, etwas zu verpassen. „Ich hatte ein bisschen Schuldgefühle, weil ich den Künstler Little Steven so vernachlässigt hatte,”, sinniert er. „Ich habe diesen Teil von mir zurück gelassen und das war ein Fehler. Ich habe das Material im Stich gelassen, indem ich es nicht weiter gespielt habe. Das war ein Verrat und ich möchte diesen Fehler ausbügeln.”

Van Zandt wird Mitglied der E Street Band bleiben, freut sich jetzt aber erst einmal darauf, mit seiner eigenen Bigband auf Tour zu gehen. Little Steven and the Disciples of Soul werden Soulfire auf einer großen internationalen Tour präsentieren. Die Tour beginnt am 22. April mit einer heißersehnten Rückkehr in das historische Paramount Theatre, Asbury Park, New Jersey, und geht dann mit Headline Konzerten und Festivalterminen auf der ganzen Welt weiter. Eine große Nordamerikatour wird demnächst bekanntgegeben. „Ich will mit dieser Band überall hinreisen, wo man uns sehen will,” sagt van Zandt. „Mit einer 15-köpfigen Band ist es nicht einfach, aber ich versuche, eines der großen Ziele meines Lebens zu erreichen und kostendeckend zu touren!”

„Ich bin wieder voll da! Und diesmal bleibe ich da!”


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