····· Ritual dictates tauchen „Goth & exhausted" aus der Pandemie auf. ····· Anti-Flag werden auch auf ihrem 13. Studio-Album Rückgrat zeigen ····· 1970er Auftritt von Creedence Clearwater Revival in der Royal Albert Hall auf CD und Vinyl ····· Muswell Hillbillies und Everybody’s in Show-Biz - Everybody’s a Star von The Kinks im Doppelpack ····· Ein neues Album von Robert Coyne am 2.September. ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Moneybrother

Blood Panic


Info

Musikrichtung: Pop, Reggae/Funk/Soul

VÖ: 29.03.2004

(Burning Heart)

Gesamtspielzeit: 40:09

Internet:

www.moneybrother.net

Manchmal muss eine Band erst einen Hit schreiben, um anschließend tun zu dürfen, was sie will.

Das ist vielleicht nicht einmal schlimm, vor allem dann nicht, wenn der Hit ein so hervorragender Poprocker wie die fröhlich-beschwingte Singleauskopplung "Reconsider Me" ist. Im Heimatland Schweden bereits seit März 2003 mit hohen Chartpositionen und Preisen abgefeiert wirkt der Song auf dem Album etwas verloren - denn alles, was in den anschließenden Tracks geboten wird hat eher wenig mit der punkigen Nummer zu tun. Hier beeinflussen Funk, Soul und Reggae die Rockband, mit oftmals hörbar gutem Ergebnis.

Dabei ist Moneybrother zunächst scheinbar nicht vielmehr als ein Pseudonym des Sängers Anders Wendin, der bereits mit seinen früheren Bands Superwed und Monster mehr oder minder erfolgreich durch die Gegend rockte. Nach dem nationalen Durchbruch könnte nun der internationale folgen, verdient hätte er es allemal. Neben dem konventionellen Rockgesang hat er auch eine große Vorliebe für hohen Falsettgesang, der unter anderem in "Don't Call the Police", "The Pressure" und "Positive Vibrations" Anwendung findet und ganz hervorragend zu den Funk- und Reggae-Songs passt - nach bester Prince-Manier, nur nicht so peinlich.

Letztgenannter Song ist übrigens ein Duett mit Sarah Dawn Finer und einer der Höhepunkte auf dem Album - was er neben der starken Gesangsleistung beider Beteiligter auch vor allem der hier im Country Stil eingesetzten Akkustikgitarre verdankt. Weitere Highlights sind die Halbballade "It's been hurting all the way with you, Joanna", das funkige "Don't call the Police" und der sehr herzliche und etwas kindliche Ausklang Stormy Weather. Die leichten Ausfälle "Golden Lonely" und "Don't Stop" sind verzeihbar.

Ein sehr gelungenes Debut - ein wenig chaotisch, aber schön.



Hendrik Stahl

Trackliste

1Reconsider Me3:34
2It's Been Hurting All the Way With You Joanna4:22
3Don't Call the Police3:45
4Keep the Hurt At Bay3:24
5The Pressure3:14
6Positive Vibrations4:11
7Golden Lonley3:38
8Don't Stop3:01
9Feelings Getting Stronger In the Dark3:36
10Can't Stop4:00
11Stormy Weather3:24

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger