····· Neuer german Thrash aus Thüringen mit Spydory ····· Die Merseburger Death-Metaller Overlord auferstehen in Höllen-Zimmern ····· Roskilde 2024 ausverkauft - Freiwillige haben noch die Chance zur Teilnahme ····· Me first and the Gimme Gimmes kommen mit neuem Live-Album auf Tour ····· Nach 25 Jahren Winterschlaf erwachen The The zu neuem Leben ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Wonderland

The Best of Wonderland


Info

Musikrichtung: Beat Pop

VÖ: 26.06.2009 (1973)

(Revisted / SPV)

Gesamtspielzeit: 67:09

Les Humphries als Bandmitglied, James Last als Produzent, eine Coverversion von Heintjes „Mama“, die spätere Karriere eines Bandmitglieds als Baccara-Komponist und die Wahl des Bandnamens durch die Leser der Bild-Zeitung werfen ein schlimmeres Bild auf Wonderland als nötig.
Die Hoffnung, die man auf die Band setzen könnte, weil Achim Reichel an Bord war, der spätere Blind Guardian-Produzent Kalle Trapp zeitweise den Bass zupft und sie als Nachfolgeband der Rattles gelten darf, erfüllt sich allerdings nicht.

The Best of Wonderland, eine 1973 erschienene Compilation von acht Singletracks und vier neuen Stücken, blieb die einzige LP-Veröffentlichung von Wonderland. Jetzt ist sie um acht weitere Stück ergänzt auf CD erschienen. Beigegeben ist ein sehr ausführliches Booklet mit einer Bandbiographie auf Deutsch und Englisch, das insbesondere die Karrieren der einzelnen Musiker sehr deutlich beschreibt - auch da wird noch einmal deutlich, dass die Bedeutung dieser Band eher aus dem resultiert, was ihre Mitglieder an anderen Orten fabriziert haben.

Was wir hier in einer guten Stunde hören, verbindet die 60er mit den 70ern, den Beat mit dem Pop - und in Ansätzen (vor allem im Bereich der Bonus-Tracks) mit dem Rock.

Das ganz passable „Moscow“ klingt ein weing, als hätten sich die Disco-Popper Dschingis Khan mit Tom Jones zusammen getan, dessen Bombast-Pop immer wieder einmal durchscheint. „I make Music“ lässt vermuten, dass Wonderland gerne die Beach Boys gewesen wären. Ähnliches lässt sich an dem mit Country-Elementen abgeschmeckten „Poochy“ beobachten. Die Chöre erinnern auch mal an frühe Heep-Alben („Try to be what you are”). Daneben gibt es mit „Rock’n’Roll People” Rock’n’Roll mit Bläsern. „Burdon“ klingt so wie es heißt. Weicher Blues im Eric Burdon-Stil. „Jump Anna Trampaleen” liefert mit Kirmes-Stimmung ein gelungenes Finale für das ursprüngliche Album, das wenig Gründe liefert, es im Jahre 2009 noch zu erstehen.
Das ändert sich mit den Bonus-Tracks zwar nur geringfügig. Aber hier sind die eindeutig interessantesten Stücke zu finden. Da wäre einmal die Orgel von Claus-Robert Kruse nennen, die dem rhythmischen „Country Clown“ die Highlights setzt und dem wohl progressivsten Stücke des Albums („Teachers and Preachers“) einen Hauch von Emerson Lake & Palmer versetzt. Bei beiden Stücken wirkt auch Kalle Trapp mit, wie auch auf dem sehr geilen „Heya Donna Leya“, das gemeinsam mit dem „King of America die härtesten Takte der Compilation liefert.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Moscow 2:49
2On my Way 3:37
3I make Music 3:57
4Count down 2:36
5Rock'n'Roll People 3:10
6Poochy 2:20
7Boomerang 2:54
8Gas Balloon 3:50
9Try to be what you are 2:19
10Do you remember 4:10
11Burdon 3:28
12Jump Anna Trampaleen 3:14
13Peeping and hiding (Bonus Track) 3:13
14Teachers and Preachers (Bonus Track) 4:25
15King of America (Bonus Track) 2:29
16Heya Donna Leya (Bonus Track) 4:44
17Country Clown (Bonus Track) 4:57
18Hey Willie (Bonus Track) 2:56
19Mighty Pudding (Bonus Track) 3:37
20Mama (Bonus Track) 1:21

Besetzung

Frank Dostal (Voc)
Achim Reichel (Git <2,3,5,14,1516,17>, B <1,4-13,15,20>)
Dicki Tarrrach (Dr)

Les Humphries (Keys <1,4,6-13,20>)
Helmuth Franke (Git <1,4,6-13,20>)

Kalle Trapp (B <2,3,14,16,17>)
Claus-Robert Kruse (Keys <2,3,14,16,17>)

Peter Hecht (Piano <5,15>)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger