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Reviews

Seventh Day Slumber

Picking up the Pieces


Info

Musikrichtung: Rock / Metal

VÖ: 08.04.2003

(Crowne Music Group / WEA)

Gesamtspielzeit: 37:53

Internet:

www.seventhdayslumber.com

Seventh Day Slumber ist ein kleiner Diamant, den gründlich zu betrachten sich lohnt. Denn immer wieder blitzt ein neuer Lichtstrahl aus einer anderen Facette hervor.
Auf den ersten blick wirkt der Vierer, dessen Mitglieder zumindest 75 Prozent lateinamerikanisches Blut in den Adern haben dürften, eher nach einer Truppe mit abgesenkten Hosenböden. Was dann aber aus den Boxen kommt, lässt sich am besten mit Springsteen meets Metallica beschreiben. Metal- und Rock-Elemente treffen aufeinander, ohne dass der dazwischen liegende Hard Rock-Bereich mehr als unbedingt nötig gestreift wird.

Leider verrät uns das Booklet nicht, wer in der Band für was verantwortlich ist. Aber ein ganz großer Pluspunkt ist der ausdrucksstarke Sänger, der die Vergleich mit Springsteen immer wieder provoziert. Allerdings hat er wesentlich mehr aggressive Spitzen zu bieten als „The Boss“. Und dessen Nähe zur (Edel)-Schnulze wird hier nie gesucht. Wenn man den Vergleich mit Springsteen zieht, darf man auch nur die erste Hälfte dessen Backkatalogs erwähnen - bis etwa Born in the USA.

Ansonsten sind es die Gitarren, die den Sound prägen und die über fast die ganze Distanz sowohl mit als auch ohne Strom im Einsatz sind. Mal steht man brachialen Gitarrenwänden gegenüber, wie man sie auch von Metallica in ihren besten Tagen kaum besser gehört hat (“Running away“). Dann hört man wieder die Barrett-Griffe über’s Griffbrett rutschen (“My Struggle“). Neben reinen Balladen (das hoffnugsvoll utopische “When the Children cry“) gibt es ruhig startende Tracks, die sich über die Rock-Ballade zum mächtigen Rockgewitter steigern (“My Struggle“).
Anspieltipp ist neben den bereits genannten Tracks das ruhige aber kraftvolle “More“ mit seinem schönen gleichberechtigten Nebeneinander von elektrischen und akustischen Gitarren, in dem die christliche Band auf den unendlichen Wert jedes einzelnen Menschen hinweist, der weit „more“ ist, als es das Auge sehen kann.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1I know3:50
2Candy4:43
3My Struggle4:27
4Running away3:02
5Spiraling3:01
6Innocence3:34
7More4:25
8Picking up the Pieces2:49
9Something4:02
10When the Children cry4:00

Besetzung

Joseph Rojas
Joshua Schwartz
Jeremy Holderfield
Rhino
Gäste
Chris Omartian
Rusty Clutts
Michael Omartian
Scott
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger