····· Vinyl-Sammler organisiert ebay-Charity-Versteigerung für die Kinderhospizarbeit ····· King’s X kündigen erstes Studioalbum seit 14 Jahren an ····· Fünf Live-Gigs der Hollywood Vampires im Juni in Deutschland ····· Das Leben von The Rasmus nach dem ESC-Auftritt  ····· Erster neuer Ugly Kid Joe-Song seit 7 Jahren ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Steve Earle

Just an American boy - The Audio documentary


Info

Musikrichtung: Alternate Country / Songwriter

VÖ: 23.09.2003

(Artemis / Rykodisc)

Internet:

www.steveearle.com

Just an American boy heißt das neue Doppel-Live-Album von Steve Earle. Hört sich ja wieder mal sehr patriotisch an, aber jeder weiß, dass sich der politisch eher links eingeordnete Steve Earle mit seinen kritischen Aussagen und z.B. dem Song über den amerikanischen Taliban-Kämpfer John Walker nicht gerade viele Freunde in seinem Land gemacht hat. Aber das ist ein anderes Thema.

Im einzelnen:

Auf dem aktuellen Album zeigt sich Earle wieder von seiner besten Seite und präsentiert altbekannte Stücke wie auch Songs seines letzten Studioalbums Jerusalem. Besonders die rockigen Stücke kommen in der Live-Version noch etwas ungeschliffener und erdiger rüber als auf den Studioaufnahmen, was auch an der einfachen, jedoch gekonnt umgesetzten Instrumentierung liegt. Songs wie z.B. "Ashes to ashes knallen da so richtig schön dreckig durch die Boxen und Steves ohnehin gute Stimme klingt live sogar noch etwas druckvoller.
Zwei Gitarren, Drums und Bass heißt die einfache Mischung die hervorragend zu den erstklassigen Songs passt. Earles Musik kommt eben ganz ohne großen Schnickschnack aus und trotzdem oder gerade deswegen treffen die Stücke immer genau ins Schwarze.

Auch Steves Bluegrass-Stücke wie "The Mountain" oder "Hometown Blues" sind mit im Gepäck und so kommen dann auch Instrumente wie Mandoline oder Fiddle nicht zu kurz.
Übrigens sollte man an dieser Stelle einen Musiker besonders erwähnen, der viel zu oft vernachlässigt - der Bassist. Hervorragende Arbeit, die Kelley Looney hier leistet.
Melodielinien die auf den Studioalben andere Instrumente wie z.B. Keyboards beitragen, werden hier gekonnt durch Bassläufe ersetzt, was dem gesamten Sound keinesfalls etwas fehlen lässt.

Auf der zweiten Hälfte der Doppelscheibe zeigt sich Earle, mal abgesehen von der brettharten Rocknummer "The Unrepentant", von seiner ruhigen Seite. Die Bluesrunde wird eröffnet, so hört man "South Nashville Blues", "Rex's Blues/Ft. Worth Blues" wie auch den berühmt berüchtigten "John Walker Blues".
Insgesamt gesehen jedoch ein sehr abwechslungsreiches Live-Album, welches für die Fans natürlich ein Muss ist und für alle anderen, die nicht in den Genuss gekommen sind eines seiner Konzerte der letzten Europatournee live zu erleben, ist diese Scheibe ein guter Ersatz dafür.
Zum Schluss bekommt man noch den Song "Time to waste" von und mit Steves Sohn Justin Earle als Studioaufnahme zu hören, der fast mit den Songs seines Vaters identisch klingt und etwas mehr Eigenständigkeit gebrauchen könnte. Jedoch sollte man auch betonen, dass songschreiberisch ein großes Talent am Werke war, was bei diesem Vater ja nicht gerade sehr verwundern dürfte.



FrankH

Trackliste

Disc 1 (56:32 Minuten):
1. Amerika v. 6.0 (The best we can do)
2. Ashes to ashes
3. Conspiracy theory
4. I remember you
5. Hometown Blues
6. The mountain
7. Harlan man
8. Copperhead road
9. Guitar town
10. Over yonder
11. Billy Austin

Disc 2 (44:39 Minuten):
1. South Nashville Blues
2. Rex's Blues/ Ft. Worth Blues
3. John Walker's Blues
4. Jerusalem
5. The Unrepentant
6. Christmas in Washington
7. What's so funny about peace, love & understanding
8. Time you waste / Justin Earle

Besetzung

Steve Earle - Lead Vocals, Guitars, Mandolin, Harmonica
Kelley Looney - Bass & Vocals
Eric "Roscoe" Ambel - Guitars, Keyboards & Vocals
Will Rigby - Drums & Vocals
Patrick Earle - Drums & Percussions
Justin Earle - Keyboards & Guitar
Tim O'Brian - Mandolin & Vocals
Darrell Scott - Banjo & Vocals
Dennis Crouch - Dog house bass
Casey Driessen - Fiddle

Produktion: The Twangtrust

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger