····· Die US-Ikonen Styx melden sich mit neuem Album zurück  ····· Die Augsburger Hard Rocker Full Device stehen jetzt bei Boersma-Records unter Vertrag ····· Asia feiern ihre Reunion im Jahre 2006 mit einer 5-CD-Box ····· Grave Digger-Projekt Hellryder zeigt Behind-the-Secenes-Video ····· Erneut wird ein Mindpatrol-Album von einem kompletten SF-Roman begleitet ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Tschaikowsky, P.I. (Immerseel)

Nussknacker-Suite, Symphonie Nr. 4


Info

Musikrichtung: Romantik

VÖ: 25.05.2007

ZigZag Territoires / Note 1 (CD, DDD (AD: 2000) / Best.nr. ZZT 2030102)

Gesamtspielzeit: 64:44

Internet:

Anima Eterna

ZigZag

ZEBRAS

Als Wappentier des Labels ZigZag steht das Zebra schon seit langem für künstlerisch und klangtechnisch hochwertige Produktionen. Nun gibt es auch die dazugehörige besondere Produktlinie namens Edition Zebra. Hier werden zum äusserst günstigen Preis von rund 8,- Euro viele der in den vergangenen Jahren besonders erfolgreichen, oft preisgekrönten Einspielungen wiederveröffentlicht. Auf die schönen und meist sehr informativen Booklets muss der Käufer allerdings verzichten, aber der ungeschmälerte Musikgenuss bleibt ihm erhalten.

Nur als Beispiel sei die Tschaikowksy-Aufnahme mit dem belgischen Ensemble Anima Eterna unter seinem Leiter und Gründer Jos van Immerseel herausgegriffen. Die anscheinend so wohlbekannte Nussknacker-Suite bekommt hier neues Leben eingehaucht. Mag der Streicherklang demjenigen, der an den Symphonieorchester-Sound gewöhnt ist, zunächst ein wenig dünn vorkommen, so wird doch auch er diesen silbrig-hellen Ton bald zu schätzen wissen. Denn dadurch wird eine Ausgewogenheit der Orchesterstimmen gewonnen, die den an französischen Vorbildern orientierten Klangfarbenreichtum und originellen Charme von Tschaikowskys Werk erst wirklich zum Leuchten bringt. Vieles, was bislang im Orchestersound unterging, meint man hier zum ersten Mal zu hören - die brillante Tontechnik trägt dazu das ihre bei.

Diese Vorzüge kommen auch der vierten Symphonie zugute. Sie bildet den Auftakt zu Tschaikowskys symphonischem Spätwerk, wird aber oft zugunsten der fünften und sechsten Symphonie vernachlässigt. Zu Unrecht, wie Immerseel zeigt: Schon in ihr wird musikalisch schwergewichtig der Kampf mit dem Schicksal um das Glück ausgetragen. Wehmut und Dramatik wechseln einander ab, die Orchesterfarben leuchten und den Volksfesttrubel des Schlußsatzes, in den das Schicksalsthema noch einmal hereinbricht, kann man sich üppiger und mitreissender tönend als hier kaum vorstellen.

Es lohnt sich also, nach den Zebras Ausschau zu halten!



Sven Kerkhoff

Trackliste

Symphonie Nr. 4 f-moll op. 36
1 Andante sostenuto 18:51
2 Andantino in modo di Canzona 08:36
3 Scherzo pizzicato ostinato: Allegro 05:38
4 Finale: Allegro con fuoco 08:48

Nussknacker-Suite op. 71a
5 Ouverture miniature 03:21
6 Marche 02:43
7 Danse de la fée Dragée 01:47
8 Danse russe Trepak 01:12
9 Danse arabe 03:16
10 Danse chinoise 01:10
11 Danse des Mirlitons 02:30
12 Valse des Fleurs 06:52

Besetzung

Anima Eterna

Ltg. Jos van Immerseel

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger