····· Doppelplatin für AC/DC  ····· Neuer german Thrash aus Thüringen mit Spydory ····· Die Merseburger Death-Metaller Overlord auferstehen in Höllen-Zimmern ····· Roskilde 2024 ausverkauft - Freiwillige haben noch die Chance zur Teilnahme ····· Me first and the Gimme Gimmes kommen mit neuem Live-Album auf Tour ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Ziggi

So much Reasons


Info

Musikrichtung: Reggae / HiphHop

VÖ: 13.04.2007

(Rock’n’Vibes / Groove Attack)

Gesamtspielzeit: 73:20

Beinharte Reggae-Loonatics dürften ein gespaltenes Verhältnis zum HipHop haben. Zum einen ist es vor allem HipHop-Artsits zu verdanken, dass der Reggae in den vergangen Jahren wieder einmal verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gedrungen ist; zum anderen dringt nun aber etliches an Fremdeinflüssen aus der Sprechgesang-MTV-Szene in die geliebte Musik ein.

Ziggi geht die Sache völlig offen und ganz ungerührt an. Er mischt nicht einfach Reggae und HipHop, sondern lässt gerne auch Stücke aus beiden Bereichen einfach nebeneinander auf seiner CD erscheinen. So gibt es hier lupenreinen Reggae aus der alten Marley-Schule (“High Time“) friedlich neben HipHop-Songs zu hören, die nie etwas von Karibik gehört haben (“Push myself“).

Die ersten vier Stücke machen richtig Spaß, egal ob man MTV-Pop mit souligem Herz (“In my Head“), einen schönen Reggae mit fast Santana-artigen Gitarren (“All Obstacles“), HipHop (“There again“) oder schön fließenden Reggae mit einer schmutzigen HipHop-Gören-Stimme (“Love Jones“) zu hören bekommt.

Im weiteren Verlauf muss man die Perlen aber suchen. Die sind meistens da zu finden, wo der Reggae herrscht, während die HipHop-Songs recht seelenlos ohne Vibes über die Rampe kommen. Positiv herauszuheben ist vor allem noch “So much Reasons“, ein schöner weicher Reggae, der mit einem Engelschor etwas stark in Richtung Kitsch driftet.

Eine zu Beginn nette Idee sind die eingebauten Kurzinterviews, in denen Ziggi einzelne Stücke erläutert und sich gegen Waffen und für ein spirituelles Bewusstsein ausspricht. Spätestens beim dritten Durchlauf fangen die aber massiv an zu nerven.

Nicht umwerfend, aber ausbaufähig - vor allem wenn Ziggi in Zukunft etwas Coolness abbaut und auf seine Seele vertraut.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Intro (Party Starter) 0:43
2In my Head (feat. Shanaira Rey) 3:21
3All Obstacles (feat. House of Riddims) 4:03
4There again (feat. Shy Rock) 3:21
5Love Jones (feat. Lovey) 3:36
6War on Guns (Interlude) 0:41
7High Time 3:42
8Call me 3:26
9Inna me Bed (feat. Elephant Man) 3:43
10Outta Control 3:28
11The Breakdown (Interlude) 0:37
12So much Reasons 3:56
13Notorious (Remix feat. Turbulence) 4:02
14Gyals dem (Interlude) 0:53
15Girls 3:41
16Strictly hot Gal 3:10
17All my Girls (feat. Mega D) 3:41
18Screw Face 4:11
19Push myself (feat. IVA) 3:46
20Yin Yan (feat. Dos Uno) 4:05
21Empress 3:04
22Hear me when I pray 4:21
233:40
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger