····· Vinyl-Sammler organisiert ebay-Charity-Versteigerung für die Kinderhospizarbeit ····· King’s X kündigen erstes Studioalbum seit 14 Jahren an ····· Fünf Live-Gigs der Hollywood Vampires im Juni in Deutschland ····· Das Leben von The Rasmus nach dem ESC-Auftritt  ····· Erster neuer Ugly Kid Joe-Song seit 7 Jahren ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Old Man's Child

In Defiance Of Existence


Info

Musikrichtung: Black Metal

VÖ: 29.01.2003

(Century Media)

Viel hat sich nicht verändert bei Old Man´s Child. Auf ihrem neuesten Werk In Defiance Of Existence dreht sich alles um denselben Keyboard-geprägten Black Metal, der auch schon die letzten Longplayer bekannt und beliebt gemacht hat. Mastermind Galder dürfte ja die Vorwürfe kennen, die Old Man´s Child auf eine reine Dimmu Borgir Kopie reduzieren und die jetzt, da sich die beiden Bands Drummer Nick Barker teilen und zudem Galder auch bei Dimmu als Gitarrist fungiert, neue Nahrung erhalten haben. Dazu wollte ich eigentlich nicht weiter beitragen (auch wenn man auf In Defiance... schon nach anderthalb Minuten mit einem totalen Dimmu-Part überfallen wird...), denn ich empfinde Old Man´s Child als eigenständige Band, die sich bis zu ihrem meiner Meinung nach besten Album Ill-Natured Spiritual Invasion von 1998 permanent steigern konnte. Vor allem das Gene Hoglan Drumming sowie die Einbindung von etwas Thrash und Normalmetall hoben diese Scheibe hervor. Auf dem auch sehr guten 2000er Nachfolger Revelation 666 waren diese Elemente zugunsten einer direkteren Schwarzmetallizität wieder ein wenig zurückgefahren worden. Ähnlich gelagert ist auch In Defiance.... Nach dem Sunlight (Ill-Natured...) und dem Abyss (Revelation...) hat man sich mit dem Fredman auch diesmal wieder in ein renommiertes schwedisches Studio begeben, was in einem fetten Old Man´s Child-typischen Sound resultiert. Insgesamt kann man das Album wohl keine Überraschung nennen. Auch wenn ich die Songs hier insgesamt ein wenig schwächer als auf ihrer letzten Scheibe finde, handelt es sich dennoch um ein feines Keyboard-Black-Metal Album. Dabei ist mir diese Band, die auf jeden Fall zu den Spitzenkräften dieses Bereichs gezählt werden muss, auch noch sympathischer als die unproportional gehypeten Dimmu Borgir und Cradle Of Filth.



Bernhard Frey

Trackliste

1Felonies Of The Christian Art
2Agony Of Fallen Grace
3Black Seeds On Virgin Soil
4In Defiance Of Existence
5Sacrifice Of Vengeance
6The Soul Receiver
7In Quest Of Enigmatic Dreams
8The Underworld Domains
9Life Deprived

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger