····· „Ultraviolet“ ist die neue Single von Freya Ridings ····· Feuerschwanz gehen in der zweiten Jahreshälfte mit neuem Album auf Tour ····· Nach mehr als zehn Jahren erscheint in Juni ein neues Album von U96 ····· Details zum kommenden 25. Uriah Heep-Studio-Album ····· milou & flint besingen die "Schwalben im Mai" ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Katatonia

Viva Emptiness


Info

Musikrichtung: Dark Rock

VÖ: 24.03.2003

(Peaceville / SPV)

Internet:

http://www.katatonia.com

Es gibt nur wenige Alben, die beim Hörer einen Stimmungsumschwung herbeiführen können. Der neue Katatonia-Longplayer Viva Emptiness ist definitiv eines davon, jedoch nicht wegen des hohen Nervfaktors, wie man vielleicht annehmen könnte, sondern wegen des geballten Batzens Melancholie, den die Schweden auf ihrem aktuellen Silberling verarbeitet haben.

Katatonia anno 2003 erinnern stark an eine etwas härtere Variante der Düsterrocker Anathema und tun es den Briten gleich Düsternis, Verzweiflung und Melancholie ohne jeden Anflug von Kitsch rüberzubringen. Bands, die diesen Spagat schaffen, kann man leider an einer Hand abzählen. Schon deshalb verdienen die Knäckebrotländer meine höchste Anerkennung. "Hoch lebe die Leere!" wird man höchstens beim ersten Durchlauf seufzen, den das Album das anfänglich scheinbar nur so vor sich dahinplätschert, gewinnt mit jedem Probeflug mehr an Reiz und offenbart haufenweise versteckte Feinheiten bzw. unerwartete Wendungen in den Stücken.

Die Songs an sich könnte man größtenteils als treibende Rocknummern bezeichnen, bei denen heftige Gitarren und fast gegrunzte Vocals, die früher bei dieser Band Gang und Gäbe waren, fast ausschließlich vom Silberling verbannt worden sind und nur noch als gelegentliches Schmuckmittel zur Steigerung der Songatmosphäre eingesetzt werden. Bei den ruhigeren Tracks "A Premontion" und "Omerta" könnte man, wenn die depressiven Lyrics nicht wären, sogar so etwas wie positive Vibes heraushören, doch auch diese Stücke unterliegen streng dem düsteren Albumkonzept, das bis auf "Evidence" kaum "Hits" im eigentlichen Sinne zulässt.

Kein Album also für zwischendurch, sondern ein Werk zwischen Genie und Wahnsinn, mit dem man sich ein wenig beschäftigen muss um seine wahre Klasse herauszuhören. Bevor sich meine Stimmung noch ändert und ich es mir anders überlege vergebe ich jetzt einmal 17 "todtraurige" Punkte.



Manuel Liebler

Trackliste

1. Ghost Of The Sun
2. Sleeper
3. Criminals
4. A Premonition
5. Will I Arive
6. Burn The Remembrance
7. Wealth
8. One Year From Now
9. Walking By A Wire
10. Complicity
11. Evidence
12. Omerta
13. Inside The City Of Glass (Instr.)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger