····· Frei.Wild drehen Video in New York State ····· Können die Franzosen Noiss den Grunge neu beleben? ·····  Little Steven feiert seine Comeback-Tour mit einem 3-CD Live-Set ····· Manfred "Sandstrahlmanne" Deiner verstorben ····· In der ersten Juli-Hälfte steht die Sciarrino-Oper Ti vedo, ti sento, mi perdo fünf Mal auf dem Programm der Staatsoper Unter den Linden ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Reebosound

Reebosound


Info

Musikrichtung: Indierock / Pop

VÖ: 23.07.2006

(Omaha)

Gesamtspielzeit: 30:29

Internet:

http://www.reebosound.de

Indie-Aliens unterm Lagerfeuer-Sternenhimmel

Sven Missullis legt nach seiner Vergangenheit als Musiker "Missu" nun unter dem Namen Reebosound ein neues rockiges Album vor, das zugleich den Namen des Künstlers trägt.

Die insgesamt 12 Songs bieten eine 30-minütige Vielfalt, die sich hören lassen kann. Wohlklingende, indieartig anmutende Songs und passable Texte sorgen für ein angenehmes Hörgefühl. Leider haben sich aber auch drei Ausrutscher eingeschlichen, die irgendwie nicht ganz zu den restlichen Songs passen wollen. Da wäre zum Einen das instrumentale Stück "Glowing". Augenblicklich hat der Hörer bei diesen Klängen ein nächtlich landendes Raumschiff vor Augen und fühlt sich wie auf einem falschen Album. Die große melodiöse und inhaltliche Gähnnummer "I Know What To Do When I Don´t Know What To Do" ist die Ausnahme Nummer zwei.

Aus dem Rahmen fällt auch das Country-Stück "Me, the Saint", wenngleich es das rockverliebte Ohr nicht ganz so schwer belastet.

Der durchaus positive Eindruck kann von den drei Ausrutschern nicht getrübt werden. Die sonst durchweg eingängigen Melodien der flotten Songs sind definitiv tanzflächentauglich und lassen den einen oder anderen Fuß erfreut im Rhythmus mitwippen.

Die charismatische Stimme von Sven Missullis erinnert phasenweise an Kurt Cobains Singorgan. Störend kommt manchmal die hohe, beinahe kreischige Backgroundstimme daher. In Refrain und Bridge versucht sie die Stücke zu beleben und hebt erfolgreich die bedeutenden Passagen der Tracks hervor. Doch grätscht ihre Unterstützung eher ungeschickt in die ruhige Ausstrahlung der Leadstimme.

Den Balladen "Starship" und "Poor Old Sun" blieb dies erspart, so dass sich die entstehende Lagerfeuerstimmung bis zum Ende entfalten kann. "The universe is wide open" stellt Reebosound in Ersterem fest und prägt dabei noch mehr die Assoziation an den offenen Sternenhimmel bei gemütlichem Beisammensein an einer flackernden Lichtquelle.

Im Grunde ist für alle etwas dabei - für den tanzwütigen, den romantischen und auch den experimentellen Typ.



Jana Hauschild

Trackliste

1Don´t Panic2:10
2Down2:27
3Deleted Scenes3:50
4Old Friends from Planet Nine2:33
5Glowing 0:59
6Starship4:30
7That Gun1:45
8I know What To Do When I Don´t Know What To Do0:56
9Me, the Saint1:35
10Change the Subject3:14
11Number3:34
12Poor Old Sun2:56

Besetzung

Sven Missu (Instrumentals, Vocals)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger