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Reviews

Missa Mercuria

Missa Mercuria


Info

Musikrichtung: Rockoper

VÖ: 18.11.2002

(Generation Records / Alive!)

Gesamtspielzeit: 63:42

Missa Mercuria ist eine Rockoper, die von der Elite der deustchen Prog- und Power-Metalszene in Szene gesetzt wurde. Während die Lyrics komplett von D.C.Cooper (Ex-Royal Hunt, Silent Force) geschrieben wurden, sind an den Kompositionen und der Ausführung unter anderem Musiker von Vanden Plas, Pink Cream 69, Edenbridge und Silent Force beteiligt. Als echte Oper wird die Handlung von sechs Personen getragen, die jede von einem anderen Sänger, bzw. einer anderen Sängerin, gesungen werden.

Es ist nicht zuletzt die Verschiedenheit der Stimmen, die bis zur Gegensätzlichkeit geht, die den Reiz der Missa Mercuria ausmacht. So erleben wir auf der einen Seite die dunkle, fast an Alison Moyet erinnernde Stimme der Soul-Sängerin Lori Williams, die die Rolle der Erdgöttin singt ("Mother Earth") und dagegen nicht nur Sabine Edelsbacher (Edenbridge), die als Wassergöttin eher in Richtung Sally Oldfield tendiert ("Farewell for Love's Sake"), sondern auch noch die Mercuria selber ("Missa Mercuria"), gesungen von der Opernsängerin Isolde Groß. Die Männerstimmen, Andy Kuntz (Vanden Plas - Luftgott), D.C.Cooper (Feuergott) und David Readman (Pink Cream 69 - Erzähler) vervollständigen das Vokalensemble.

Musikalisch zeigt die MM von Anfang an, welche stilistische Breite sie abdecken will. Nach dem hochernergetischen Opener ("Earth´s Destruction"), bei dem sich druckvolle Gitarren und Keyboards äußerst effektiv ablösen, folgt mit dem "Requiem mortale" ein ebenso ruhiger Gegenpol.

"Divine Spark" ist ein treibender Power-Song in bester Royal Hunt-Manier mit sehr rughigem Mittelteil. "Whisper of the Soul" bedient sich im Barock mit Streichern, die aber wohl aus der Konserve kommen. Das ruhige "Mother Earth" schließt mit einem proggigen, aber eher ruhigen Gitarren-Solo, das auch von David Gilmour stammen könnte. Bevor die Handlung in den Hades geht, verlässt man musikalisch den Metal-Bereich völlig. Die Tracks 9 und 10 könnten auch in einer Lloyd Webber-Oper eingebaut werden. "Bursting Ego" erinnert an Saga zu Heads or Tales-Zeiten. Ein weiterer Glanzpunkt am Ende ist "Rectificando" mit seinen kraftvoll-dramatischen Keyboards, die streckenweise wie Streicher eingesetzt werden.

Zur Handlung kann ich wenig sagen, da mir nur eine hüllenlose Promo-CD ohne Textblatt vorlag. Die Zusammenfassung im PR-Text deutet auf etwas wirre philosophische Reflektionen, mit denen die Übel dieser Welt ergründen werden sollen, um auf bessere Wege zu sinnen. Daran sind schon größere Geister gescheitert.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Earth's Destruction2:26
2Requiem mortale1:09
3Divine Spark5:03
4Whisper of the Soul6:18
5Mother Earth4:47
6Spirit of Wisdom6:01
7Illusion of Time3:00
8Missa Mercuria6:29
9The Fairytale of Truth4:56
10Farewell for Love`s Sake5:07
11Departure to Fear1:11
12Strange Desert Walk2:43
13Bursting Ego5:01
14Down to Hell0:34
15Rectificando7:01
16Outro: New Eon arises1:56
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger