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Reviews

Soilwork

Figure Number Five


Info

Musikrichtung: Melodic Death Metal

VÖ: 22.04.2003

(Nuclear Blast / Warner)

Im Gegensatz zum Vorgängeralbum Natural Born Chaos, das bei mir schon beim ersten Durchhören Begeisterungsstürme entfachte, machte sich schon bei den ersten Tönen von Figure Number Five eine gewisse Ernüchterung breit. Dies lag nicht, wie man vielleicht vermuten könnte. an dem möglicherweise musikalisch schwachen Opener "Rejection Role", denn der gehört eindeutig zu den Höhepunkten des Albums, sondern an der absolut ungewohnten Produktion der Silberscheibe.

Das Musikgenie Devin Townsend, der für die spacige Bombastproduktion bzw. das primäre Erkennungsmerkmal von Soilwork auf Natural Born Chaos verantwortlich ist, war zum Zeitpunkt der Aufnahmen für den aktuellen Longplayer der Schweden verhindert und so nahm die Band mit Hilfe ihres Landsmannes Fredrik Nordström diese Aufgabe selbst in die Hand. Das produktionstechnische Endergebnis klingt wesentlich ungeschliffener und gewöhnlicher, was das Werk doch ein wenig in der Flut der Veröffentlichungen untergehen lässt.

Musikalisch hat sich im Lager der Schweden ebenfalls einiges getan. Frontmann Speed hat sich gesanglich erstaunlich weiterentwickelt und beweist von Death-Metal-typischen "Gebelle" bis hin zu melodischem Gesang über welche Bandbreite seine Stimme verfügt, und der Gesamtsound von Soilwork beweist zunehmend Einflüsse aus der New-Metal-Szene. Das ruhige "Depature Plan" könnte zum Beispiel direkt aus der Feder von P.O.D. stammen und als Nachfolgehit von "Alive" durchgehen. Dieser Nummer entgegen steht der Pantera-lastige Brecher in Form des Titeltracks und diese Anhäufung von Songs unterschiedlichster stilistischer Ausrichtung ist auch das größte Manko dieser Scheibe, die trotz einer mehr als handvoll ansprechender Songs einfach keine Einheit darstellen will. Als Anspieltipps kann ich die bereits erwähnten Stücke "Rejection Role" bzw. "Departure Plan" empfehlen, sowie "Downfall 24", das noch am ehesten an die Glanztaten von Natural Born Chaos erinnert und den Verdacht aufkommen lässt, dass die Knäckebrotländler nach dem Sprichwort "Das Beste kommt zum Schluss" verfahren haben, da sich das Album in den letzten paar Stücken wesentlich steigert.

Allen Soilworksympathisanten, die sich Figure Number Five schon auf den Einkaufszettel geschrieben haben, würde ich ans Herz legen das Teil vorher erst einmal probezuhören.



Manuel Liebler

Trackliste

1. Rejectiom Role
2. Overload
3. Figure Number Five
4. Strangler
5. Light The Torch
6. Departure Plan
7. Cranking The Sirens
8. Brickwalker
9. The Mindmaker
10. Distortion Sleep
11. Downfall 24

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger