····· EP, Buch und Tour - Ringo Starr feuert aus allen Rohren ····· 40 Jahre Steamhammer – 40 Jahre Rockgeschichte  ····· Neues Solo-Album von David Gilmour im September ····· Evildead-Album wird mit einer ersten Single angekündigt ····· Alles ist =1 meinen Deep Purple auf ihrem kommenden Album ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Ankhara

Sombras del Pasado


Info

Musikrichtung: Hard Rock / Power Metal

VÖ: 31.03.2003

(Locomotive)

Gesamtspielzeit: 65:31

Hach, diese CD vermittelt dem Rezensenten doch gleich ein echtes Erfolgserlebnis. Da notiert man sich beim ersten Durchhören mal ein "Toto?" oder "Track 10 - Piano klingt wie das Toto-Debut" - und dann entert eine Stück namens "Mantete firme" die Boxen - und schon sind lobende Schläge auf die eigene Schulter dran. (Wer anders kann´s in unserer virtuellen Web-Redaktion ja nicht tun) Denn besagtes Stück ist nichts anderes als ein spanisches Cover zu "Hold the Line" vom Toto-Debut.

Das macht mir Mut auch meine andere immer wieder notierte Parallele zu - äähh - Papier (?) zu bringen. Uriah Heep in der eher weniger beachteten Phase zwischen "Sweet Freedom" und "High and mighty" sind in Sachen Grundstruktur nicht weit von dem entfernt, was Ankhara uns hier auftischen ("Mirame"...).

Zusammenfassend würde ich das Ganze als in den 70ern verwurzelten Hard Rock mit Power Metal-Akzenten bezeichnen. Dazu kommen die progressiv ausgerichteten Tracks 6 und 11. Ein nettes Konzept, wenn es denn aufgehen würde. Tut es aber nicht.

Die Firma nennt das Ganze "Power Metal", aber die Power will in der Regel nicht so recht rüber kommen. Ankhara befinden sich da - was die genannten Vergleiche ja schon nahe legen - viel zu häufig im AOR-Bereich wieder. Natürlich, die immer wieder agressiv treibenden Gitarren und Keyboards (z.B. "El Eco de tu Silencio") machen unverkennbar, dass diese CD nicht in den 70ern aufgenommen wurde. Aber sowohl die zu dünne Stimme von Pacho Brea, als auch die häufig nicht auf den Punkt kommenden Kompositionen verhindern, dass die Band auch nur annähernd zur zahlreichen Konkurrenz aufschließt. Die Schwächen des Gesangs werden bei Track 7 extrem deutlich, aber das folgende ruhige "Principio y Fin" beweist, dass ihm nicht nur die Kraft fehlt, sondern dass er auch bei Gefühl und Ausdruck passen muss.

Vor dem Release des Hammerfall-Debuts hätte man damit vielleicht was reißen können, aber zehn Jahre danach - keine Chance.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Génesis1:20
2Ruinas del Alma7:19
3Acordes mágicos5:01
4Busca un Motivo5:12
5El Eco de tu Silencio5:09
6Lágrimas del Nilo6:38
7Un Dia en la Imaginación5:42
8Principio y Fin5:46
9Mirame4:14
10El Mundo no es suficiente5:01
11Sombras del Pasdado10:41
12Mantente firme3:28
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger