····· Der 1979er No Nukes-Auftritt von Bruce Springsteen wird als Audio- und Video-Version veröffentlicht ····· The Doobie Brothers kündigen an: Liberté erscheint am 1.Oktober 2021. ····· Ein Box-Set dokumentiert zum 50. Bandjubiläum die Live-Shows von Emerson Lake & Palmer ····· Ein Jaguar von Jürgen Pleinetti soll Flutopfern helfen ····· Alice Cooper will seine Detroit Stories live in Deutschland “erzählen“ ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Udo Lindenberg

Lindenberg


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 1971

(Teldec)

Gesamtspielzeit: 34:37

Internet:

http://udo-lindenberg.de

Mit dünnem Stimmchen besang ein gewisser Udo Lindenberg seine erste LP Lindenberg.
Natürlich auf Englisch. …1971 musste ein Rocker englisch Singen…
So ziemlich das erste was man also vom zukünftigen Superstar unter seinem eigenen Namen vernahm, waren die Worte „It is alright again“. Mit flotter Chorbegleitung erinnert dieser Song im Refrain fast ein wenig an Musik im Stile des guten alten Les Humphries. (Sorry Udo).

„We had our Time“, begleitet von Gitarrenklängen lässt schon ein wenig ahnen, wie melancholisch der Meister sein kann, wenn es zu Thema passt. Die Experimentierfreudigkeit Lindenbergs schlägt sich anschließend im Titel „Paradise now“ nieder. Ein wenig Fernweh unterstützt durch leicht indische Klänge, gefolgt von rockige E-Gitarren und sphärischen Orgelklängen, sowie einer Stimme aus der synthetischen Ferne untermalen dieses Bild. Vergleiche mit dem viel später erscheinenden „Gene Galaxo“ sind streckenweise nicht von der Hand zu weisen.

Mächtig galaktisch kommt dann auch der folgende Track „Stardance“ daher. Udos synthetisierte Stimme von „Far, far away“ begleitet von sauber gespielten Gitarren. „We could be friends“ klingt schon sehr nach Udo Lindenberg. Der rockig, jazzige Sprechgesang macht ihn schon jetzt einwandfrei identifizierbar. So komponiert und singt nur einer.

Bei der Komposition des letzten Tracks der LP mit dem leicht zu merkenden Titel: „The children of your children - won`t even know your name“ muss Udo beim Intro „In-A-Gadda-Da-Vida“ von Iron Butterfly im Kopf gehabt haben. Und wieder der udotypische Wechsel der Musikthemen innerhalb eines Stücks.
Echte Paniker würden an „Lindenberg“, so sie diese LP oder CD ergattern könnten, viel Freude haben.
Ein hoher Wiedererkennungswert im Vorhinein.



Andreas W. Fieseler

Trackliste

1It's Alright Again3:06
2We've Had Our Time4:05
3Paradise Now8:56
4Stardance2:13
5We Could Be Fiends4:40
6The Children Of Our Children Won't Even Know11:37

Besetzung

Udo Lindenberg - Vocal, Keyboards, Drums
Carl G.Stephan - Bass
Andy Marx - Guitars
Helmut Franke - Guitar
Mag Johannsen - Backing Vocals
Ischi Bendorff - Backing Vocals
Sybille Kynast - Backing Vocals

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger