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Reviews

Sioen

Ceci n'est pas un film


Info

Musikrichtung: Progressive-Rock, Pop, Blues

VÖ: 12.2005

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Internet:

http://www.sioen.net

Sijuhn

... wird Sioen ausgesprochen, ist mit seinen noch nicht einmal 27 Jahren ein belgisches Ausnahmetalent und bereits mit See You Naked Preisträger für das beste Debütalbum 2003 in Belgien. Mit seinem zweiten Album Ease Your Mind gelang ihm der Durchbruch und erhielt hierfür die goldene Schallplatte.

Dabei liegt es nicht nur an den außergewöhnlich Songwriter-Fähigkeiten des Sängers und Pianisten Fréderik Sioen selbst, begleitet wird er von weiteren sehr begabten Musikern mit Violine, E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug. Zusammen gelingt ihnen ein faszinierende Fusion aus Blues, Progressive-Rock, Folk und Pop.

Jetzt, nach nur zwei Alben, liegt eine DVD vor, die das Phänomen Sioen in greifbare Nähe rückt.
Dabei ist das Herz der DVD ein Film über die Band, der dazu einlädt, bei den verschiedenen Stationen eines Stars im Alltagsleben teilzuhaben. Begleitet wird zu Studioaufnahmen, Video-Drehs, im Plausch mit der Jazz-Legende Toots Thielemanns, Einsammeln und Ankleiden der Beteiligten vor Konzerten auf Kleinkunstbühnen, des Werchter-Festivals und ausverkauften Konzertsälen. Zwischen Beweggründen eines Songwriters und einem Biertrinkenden, PS2 verliebten Schlagzeuger werden Live-Lieder eingespielt, die im März 2005 zur Veröffentlichung von Ease Your Mind entstanden. Neben dem Film gibt es auch die Möglichkeit nur das Live-Konzert abzuspielen, die Entwicklung der Musik-Videos von einem auf Video gebannten Urlaubstrip zu einem Animationsfilm in bester Manier von Radiohead oder Moby zu beobachten oder einfach nur mit der beigelegte Live-CD die Stereoanlage zu beglücken.

Der Zuhörer wird beim Aktivieren des Live-Konzert sofort mitgerissen. Im ständigen Wechsel konkurrieren wunderbar melancholisch schöne Balladen mit krachend dreckigen Prog-Songs. Ob nun ein sanfter Dialog bei "too good to be true" zwischen Violine und Piano, in Begleitung einer leicht verrauchten und einfühlsamen Stimme, der nach kurzer Pause in einem mitreißendem Inferno endet, oder bei "who are you driving mad?" Arhythmik mit schräger verzerrter Gitarre, Streichern und einer versoffen rotzig schreienden Stimme einher gehen, es passt. Die Ohren scheinen angenehm überrascht über so ein facettenreiches und abwechslungsreiches Miteinander unterschiedlichster Instrumente und Genres. Besonders bei "reign" fällt die Vielseitigkeit besonders ins Gewicht: Opener der Streicher vergleichbar mit Apokalyptika und schweren Rock-Gitarrenriffs mit Intermezzos eines Bibob Keyboards und grunge-lastigem Ende wie zu Stone Temple Pilots besten Drogenzeiten.

Einziger Wermutstropfen: Die Songs sind zu Anfang etwas schwer zugänglich, dafür schleichen sie sich Stück für Stück als Ohrwurm ein und die Stereoanlage wird irgendwann zwecks mangelndem CD-Wechsel den Dienst quittieren!



Nicolas Beck

Trackliste

1At a glance
2Favourite
3It's you
4Cruisin'
5Who stole my band?
6Ease your mind
7Too good be true
8In no one's interest
9Who are you driving mad?
10Mi corazon (de vogels fluiten niet)
11Wild wild west
12Reign
13Nervous little one
14Another ballad
15Boom !
16Sleeping beat

Besetzung

Fréderik Sioen - Lead Vocals, Keyboard, Piano
David Bratzlavsky - Gitarre
Jeroen Baert - Violine
Laurens Smagghe - Schlagzeug
Matthias Debusschere - Bass
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger