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Reviews

Message

From Books and Dreams


Info

Musikrichtung: Rock / Krautrock

VÖ: 26.06.2026 (1973)

(MiG)

Gesamtspielzeit: 46:48

Im Sommer 2026 sind die beiden Message-Alben, die Anfang der 70er ursprünglich bei Bacillus erschienen sind, von MiG als 2-CD-Edition zusammen neu veröffentlicht worden. Die Aufmachung wurde bereits im letzten Monat in der Review zum 72er Album The Dawn anew is comin’ beschrieben.
Mit den beiden Alben war die Geschichte von Message nicht beendet. Bis 1981 erschienen fünf weitere Alben bei Nova, Brain und Spiegelei, so Bernd Ramien (MiG) in den Liner Notes zum aktuellen Release. Eine Hoffnung auf eine Wiederveröffentlichung auch dieser Alben macht er dort allerdings nicht.


Das Intro bietet eine dermaßen verstörende Soundkulisse, dass man befürchtet, Message hätten einen totalen stilistischen Break gemacht. Der „Sleep!“ muss wohl ein Alptraum gewesen sein. Aber es kann Entwarnung gegeben werden.

Der Longtrack der ursprünglichen A-Seite ist ständig voran stampfender Krautrock, der zwar das sehr Repetitive mancher Krautrock-Acts dadurch aufnimmt, dass er nur sehr wenig Variationen zulässt, aber eine recht erdige Rock-Atmosphäre beibehält und sich auch Zeit für ein schönes Gitarrensolo nimmt.

Das Ende des recht jazzigen „Turn over!“ klingt als habe die Platte einen Kratzer, in dem der Tonabnehmer hängen bleibt. Auf CD ist es klar, dass das ein Gag. Die Käufer einer Vinyl-Scheibe dürften erst mal eine Schreck bekommen haben – in der Annahme eine beschädigte Scheibe erworben zu haben.

Die zweite Seite beginnt mit einem etwas substanzlosen Krauter, der relativ rockig ist, die Bremse aber etwas zu wenig lockert. Der zweite Longtrack nimmt die jazzigen Momente von „Turn over!“ auf und gibt sich im vorderen Teil noch etwas schräger, rockt sich zum Ende hin aber erfreulich frei.

Die beiden Schlusstracks sind nicht als Bonus-Tracks gekennzeichnet; dürften aber genau das sein. Auf der LP waren sie 1973 nicht enthalten sich. Es handelt sich um die A- und B-Seite der ersten Message-Single, die 1970 noch bei Bellaphon erschienen war. Es sind also die ältesten Stücke, die auf dieser 2-CD-Edition enthalten sind. Gesungen hat wohl tatsächlich Tam McGuigan, obwohl ich geschworen hätte, dass ich hier ein weibliche Stimme höre.

Stilistisch unterscheidet sich die Single deutlich von dem, was Message später macht. Es ist eine Art glammiger Bubblegum-Pop irgendwo zwischen den Les Humphries Singers und den frühen Sweet. Er gibt der aktuellen Veröffentlichung einen erfreulich positiven und lebendigen Abschluss.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Sleep! 2:54
2Dreams and Nightmares (Dreams)12:41
3Turn over! 4:00
4Sigh 8:08
5Dreams and Nightmares (Nightmares)13:28
6Sunshine Girl 2:53
7Bubble Gum 2:46

Besetzung

Tam McGuigan (Voc, Sax, Mellotron)
Horst Stachelhaus (B)
Allan Murdoch (Git)
Günther Klingel (Dr)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger