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Reviews

Lake

Four


Info

Musikrichtung: Rock / AOR

VÖ: 05.06.2026

(Lake / Open)

Gesamtspielzeit: 42:33

Four ist – je nachdem, ob man das aus rechtlichen Gründen wieder vom Markt genommene Freedom mitzählt oder nicht – das elfte oder zwölfte Studioalbum von Lake. Der Titel erklärt sich bereits bei einem schnellen Blick auf das Artwork. Es knüpft überdeutlich an die ersten drei Lake-Alben an.

Mir persönlich ist die Fokussierung auf diese ersten drei Alben, nach denen das Original Line up reichlich Federn lassen musste, nie recht gewesen. Ich schätze Ouch!, das erste Album nach dem Split mit seinen funky Ansätzen, das in den USA – anders als in Europa - mit einem an die ersten drei Alben anknüpfenden Artwork erschienen ist, und die recht poppigen Alben No Time for Heroes und So what mindestens genau so sehr. Aber mit Four sind drei der Original-Besetzungs-Flüchtlinge wieder an Bord. Damit knüpft zumindest die Besetzungsliste an die Frühwerke an.

Wir hören kraftvoll melodischen Rock, der im AOR-Bereich mit amerikanischen Mainstream-Bands der 80er Jahre, wie REO Speedwagon, Chicago, Toto, Journey oder Survivor gut mithalten kann. Auf soliden Niveau überzeugen der kraftvolle AOR-Rocker „The Road is long“, „All we need“ mit seinem Pop-Schwung und der kraftvolle Melodic Rock „Boy on a Mission“, der das Album eröffnet.

Aber es gibt auch Filler, wie „Hey Sam“, die wenig überzeugende Ballade „No Regrets“ und das mit Streichern versehene „Wish I was a Sailor“ mit seiner Tendenz zum Kitsch.

Das Tafelsilber lässt Four bis zum Ende in der Vitrine stehen. Bei dem sehr ruhigen, wieder mit Streichern arbeitenden „Bumblebees“ kommt Procol Harum-Atmosphäre auf. „Ordinary People“ rockt endlich mal richtig los – mit an The Who erinnernden Gitarren. Das finale „This can’t go on“ setzt dem Album dann die Krone auf. Ein toller Groove, schöne Bläser und immer wieder aufblitzende klassische Lake Sounds lassen hoffen, dass das – ganz im Gegensatz zum Songtitel – noch eine ganze Weile so weiter geht.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Boy on a Mission 4:22
2Wish I was a Sailor 4:22
3The Road is long 3:57
4No Regrets 4:13
5All we need 3:58
6Hey Sam 3:12
7City of Silence 5:15
8Bumblebees 4:14
9Ordinary Peolpe 4:24
10This can’t go on (in my Life) 4:41

Besetzung

Detlef Petersen (Keys, Back Voc)
Martin Tiefensee (B)
Geoffrey Peacey (Keys, Back Voc)
Alex Conti (Git, Back Voc)
Ian Cussick (Voc)
Rob Reynolds (Voc)

Gäste:
Sebastian Gimm (E-Git <1,4,5,8>, Ac. Git <2,4,8>, Synth <1>, Perc <8>)
Holger Petersen (E-Git <1,5,6>)
Dean Parks (Git <10>)
Nico (Synth <1,5>)
Kenny Aronoff (Dr <1,3,5,7,9>)
Momme Boe (Dr <2>)
Jan Schnoor (Dr <6,7,8>)
David Kemper (Dr <10>)
Tupac Mantilla (Perc <3,5,9>)
Thorsten Brötzmann (E-Perc <6>)
Jerry Hey (Trompete <10>)
Larry Williams (Sax <10>)
Bill Reichenbach jr (Posaune <10>)
Balu Gumede (Back Voc <3>)
Harvey Nkabinde (Back Voc <3>)

Orchester <2,4,5,7>:
Adam Zolynski (Erster Streicher)
Jessica Ling (Erster Streicher)
Anabelle Dugast (Erster Streicher)
Arsen Zorayah (Erster Streicher)
Makrouhi Hagel (Zweiter Streicher)
Vladik Otaryan (Zweiter Streicher)
Luise Aghababyan (Zweiter Streicher)
Harald Schmidt (Viola)
Zofia Zakrzewska (Viola)
Martin Bentz (Cello)
Lili (Cello)
Volker Kraus (Oboe)
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19 bis 20 Überflieger