Reviews
Live at Montreux
![]() |
Info
Musikrichtung:
Cover-Rock / Hard Rock
VÖ: 14.08.2026 (Ear / Edel) Gesamtspielzeit: 89:24 |

Die Hollywood Vampires, in deren Zentrum Joe Perry, Alice Cooper, Johnny Depp und Tommy Henriksen stehen, wurden anfangs als die teuerste Cover-Band der Welt bespöttelt, weil die vier sich den Spaß erlaubt hatten, legendäre Stücke, die sie lieben, aufzunehmen und auf die Bühne zu bringen.
Den kritischen Unterton sollte man hören, aber er formuliert nur einen Teil der Wahrheit. Zum einen stammen die gecoverten Songs zum Teil von Bands, an denen die vier, bzw. einzelne von ihnen, beteiligt waren, zum anderen haben die Vampire im Laufe der Zeit auch eigene Titel veröffentlicht, die – Das beweist diese Live-Aufnahme. – die Konkurrenz mit den gecoverten Klassikern nicht scheuen müssen. Und natürlich sind einige der Stücke („Ace of Spades“, „Heroes“ oder „Break on through“) schon regelrecht totgecovert worden, aber die vier haben sich auch eher Exotisches wie Love oder die Jim Carroll Band ins Boot geholt.
Es sind nicht unbedingt die „Stars“, die abräumen. So fällt auf der ersten CD „Break on through“ gegenüber dem Original massiv ab und „Baba O’Riley" wirkt zerfahren. Dafür geht das eröffnende Eigengewächs ab wie Schmidts Kätzchen, „7 and 7 is“ kommt als Klasse Proto-Punk und „As bad as I am“, erneut eine Eigenkomposition, kracht ordentlich. Okay, „The Jack“ und „Ace of Spades“ sind natürlich Selbatläufer.
Die zweite CD beginnt eher durchschnittlich. Das Aerosmith- und Alice Cooper-Material ist okay, aber reißt nicht wirklich mit. „Sweet Emotion“ fällt erneut deutlich gegenüber dem Original ab. Am meisten Charme hat noch das leicht wavige, an Iggy Pop erinnernde „People who died“ bevor mit „Welcome to Bushwackers“ erneut eine Eigenkomposition Trumpf spielt.
Danach geht es dann wirklich stark ins Ziel. „Heroes“ hätte von Bowie selbst nicht besser performt werden können. „Train kept a-rollin’“ ist höllisch heiß, egal ob es von den Yarbirds, Aerosmith oder eben den Hollywood Vampires zu Gehör gebracht wird. Und über „School’s out“ braucht man kein Wort mehr zu verlieren.

Trackliste
1 I want my Now (4:32)
2 Raise the Dead (3:35)
3 I got a Line on You (Spirit) (3:09)
4 7 and 7 is (Love) (1:50)
5 My dead drunk Friends (4:39)
6 Five to One / Break on through (The Doors) (4:47)
7 The Jack (AC/DC) (3:37)
8 Ace of Spades (Motörhead) (3:07)
9 Baba O’Riley (The Who) (6:50)
10 As bad as I am (4:01)
11 The Boogieman Surprise (4:22)
CD 2
12 I’m eighteen (Alice Cooper) (4:24)
13 Combination (Aerosmith) (4:02)
14 People who died (Jim Carroll Band) (5:43)
15 Sweet Emotion (Aerosmith) (7:11)
16 Welcome to Bushwackers (4:49)
17 Heroes (David Bowie) (4:37)
18 Train kept a-rollin’ (Yardbirds / Aerosmith) (5:07)
19 School’s out (Alice Cooper) / Another Brick in the Wall (Pink Floyd) (9:07)
Besetzung
Joe Perry (Git)
Sheryl Cooper (Voc)
Alice Cooper (Voc)
Johnny Depp (Git)
Chris Wyse (B)
Glen Sobel (Dr)
Tommy Henriksen (Git)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

