Reviews
The Sea Of Memories
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Info
Musikrichtung:
Alternative Rock
VÖ: 25.09.2026 (e.a.r.music/Edel) Gesamtspielzeit: 90:31 Internet: https://www.bushofficial.com/ https://www.earmusic.com/ |

Die britische Alternative-Rock-Band Bush wurde 1992 gegründet, seinerzeit war die Musikrichtung Grunge, die aus den USA herüberschwappte, recht aktuell. Rasch nahm man sich musikalisch dieses Genres an und verarbeitete es in den eigenen Sound. Wichtiger Aspekt war seinerzeit sicher auch die besondere Stimme des Frontmannes und Sängers Gavin Rossdale. Bereits im letzten Jahr hatte ich die Veröffentlichung I Beat Loneliness vorgestellt.
Mit The Sea Of Memories ist nun das seinerzeit, 2011, erschienene, fünfte Album neu aufgelegt worden, mir liegt die Ausgabe als Doppel-CD vor. Es ist die 15th Anniversary Remastered Edition mit einer vollen Extra-CD mit B-Seiten und Raritäten!
Vor The Sea Of Memories waren „Sixteen Stone“ und „Golden State“, bereits vorher erschienen, und diese Beiden werden vielfach noch als Highlights der Band beschrieben, The Sea Of Memories fiel in der Gunst von Kritikern schon ein wenig ab im Vergleich.
Der Grunge-Anteil des Ursprungs hatte sich noch kraftvoll gehalten, „singend-sägender“ Gitarrensound, hinzu der dicke Anteil Hard Rock und vielleicht bereits ein Quentchen Pop. Bei vielen Songs fällt mir der recht satt im Sound klingende Bass angenehm auf (man beachte hierzu “The Afterlife“), und spontan muss ich auch das eine oder andere Mal an eine schottische Band aus den Achtzigern denken, ich meine Big Country, die einen breitflächigen und hymnischen Gitarrensound pflegten.
Wenngleich auch die Vorläufer dieses Albums seinerzeit offensichtlich in Fachkreisen bevorzugt sein mochten, so meine ich, dass man The Sea Of Memories mittels dieses Sounds eigentlich das Tor geöffnet hatte, um sich einer breiteren Hörermasse zu stellen, vielleicht gelingt es mit dieser Wiederveröffentlichung besser. Und wenn ich vergleichen möchte mit „I Beat Loneliness“, so stelle ich fest, dass die Musik auf The Sea Of Memories eigentlich noch einen Tick zugänglicher ist. Denn rasch gewinnt diese gewisse Harmonie der Bearbeitung und Umsetzung großen Platz und kann mit einem guten Mix aus alten Tugenden, Gitarrenwänden, Synthieeinsätzen und dem daraus resultierendem Kontrast rasch Vorteile ziehen, und die mitunter alternativ-poppig klingenden Ansätze werden durch die Basis im klassischen Alternativ-Rock geschickt aufgenommen und eingeflochten!
Und so befinden sich einige sehr gute herausragende Songs auf dem Album, wie die interessante Komposition “The Sound Of Winter“ oder das ganz andere und schon fast melancholisch wirkende “All Night Doctors“.
Die Bonus-CD startet mit einem sehr bekannten Song, ja, genau, das ist “Love Will Tear Us Apart!" von Joy Division. Ansonsten verweise ich auf die Trackliste, hier wird man den einen oder anderen Remix entdecken, ein Edit von “All Night Doctors“ oder eine Live-Aufnahme des Songs “Landslide“, ja genau das von Fleetwood Mac, komponiert von Stevie Nicks, hier in einer ganz intim klingenden akustischen und ruhigen Version, Rossdale kann mich hier auch gesanglich so gar nicht überzeugen. Ein wenig besser passt es mit dem Abschlusstitel, der Akustik-Version von “Float“
Die Remixe gefallen mir überhaupt nicht und wirken wie Fremdkörper und entführen mich in eine ganz andere Welt, die mit Bush eigentlich so gar nichts gemein hat, schade eigentlich. Die wiederveröffentlichte Original-CD bewerte ich entsprechend mit 16 Punkten, der Bonus-CD kann ich nur 13 Punkte abgewinnen.

Trackliste
1 The Mirror of the Signs
2 The Sound of Winter
3 All My Life
4 The Afterlife
5 All Night Doctors
6 Baby Come Home
7 Red Light
8 She’s a Stallion
9 I Believe in You
10 Stand Up
11 The Heart of the Matter
12 Be Still My Love
CD 2 (Bonus Tracks):
1 Love Will Tear Us Apart
2 The Year Of Danger
2 Ghost
4 Lay Down Your Guns
5 The Sound Of Winter – Junior Sanchez Remix
6 The Afterlife – Remix by Washroom & Bass over Babylon
7 All Night Doctors – Original Edit
8 Landslide – Live from the Bridge School
9 Float Acoustic
Besetzung
Chris Traynor (lead guitar)
Corey Britz (bass, backing vocals)
Robin Goodridge (drums)
Jamie Muhoberac (keyboar
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

