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Awakening
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Info
Musikrichtung:
Jazz-Folk-Fusion
VÖ: 18.09.2026 (Earshift Music) Gesamtspielzeit: 48:05 Internet: https://www.jeremyrose.com.au/visions-of-nar https://www.earshift.com/ https://jazzfuel.com/ |

Bei der Band Visions Of Nar handelt es sich um vier sehr charakterische Musiker aus Australien, die Pianistin Zela Margossian mischt zeitgenössischen Jazz mit Anteilen armenischer Folklore, es sind schließlich auch ihre Wurzeln. Neben Saxofon und Gitarre gibt es dann noch ein Instrument ausserhalb des typischen Jazz-Umfelds, das ist die Tabla, gespielt von einem Meister, Bobby Singh. Saxofonist Jeremy Rose mit seinem einfühlsamem Spiel und die vielseitige Gitarristin Hilary Geddes, die gar im Bereich des Punk tätig war bei der Punkband „The Buoys“ und im Bereich der Fusion, sie vervollständigen das Ensemble und gestalten gemeinsam Musik, die sich nicht an enge Grenzen hält, sondern oft „über den Tellerrand“ schaut.
Entstanden ist dabei eine faszinierende Musik der ungewöhnlichen Art, will man hier einen spontanen Vergleich ziehen, fiele mir sofort das deutsche Plattenlabel ECM-Records ein, wo musikalisch auch über die eine oder andere Grenze geschaut wurde!
Ach, ist das wunderbar, wenn der erste Song startet, “Cri de Coeur“ mit dieser orientalisch und sehr beruhigend klingenden Melodienfolge, die allerdings weniger von Zela Margossian verbreitet wird, sondern Saxofonist Jeremy Rose ist es, der diese wunderschöne und meditative Stimmung fließen lässt. Und wenn dann noch Bobby Singh mit seinen Tabla-Klängen hinzustößt, dann wird es leicht geheimnisvoll und man hat den geheimen Zwang, sich zurück zu lehnen, einfach zu entspannen und die Gefühle und Gedanken fliegen zu lassen. Ja, ein ganz wunderschönes Gefühl wird hier verbreitet! “Cri de Coeur“, „Schrei des Herzens“ in etwa übersetzt, ja, hier ruft es laut. Komponiert wurde der Song dann auch von Jeremy Rose, der sich die Arbeit mit Zela Margossian hälftig teilt.
Von ihr stammt dann auch „The Little Things“, und ich muss auch ganz rasch schon wieder an die frühe Zeit des Labels ECM Records denken, denn dort hätte man auch Heimstatt finden können, und ich denke, auch heute noch wäre das denkbar, gerade auch, weil mich Saxofonist Rose mitunter ein wenig an Jan Garbarek erinnert. Bei „The Little Things“ integriert sich dann auch die Gitarristin Hilary Geddes kurz, und meistens ist sie eher mitgestaltend im Kollektiv aktiv, wie zum Beispiel mit diesen verhallten breitflächigen Sounds auf Eat Chaos“.
Ja, diese Musik strahlt etwas ganz Besonderes aus, ganz viel Wärme und Ruhe, durch die man genau hierzu kommt durch diese mitunter meditative Ausrichtung. Doch ein wenig schwungvoller geht es zu mit solchen Songs wie “Let's Play In The Fields“, wo mehr der folkloristische Aspekt durchdringt. Insgesamt ist die Musik stark geprägt von Improvisation, von Enstehen plötzlicher Muster innerhalb dieser weit gefächerten Atmosphäre.
Wie ich las, sei das Werk der armenischen Göttin Nar gewidmet, der Gottheit für Wasser, Meer und Regen. Also – Augen schließen, Ohren und Geist öffnen und sich mitbegeben auf diese wunderschöne Reise in die Welt der Entschleunigung.

Trackliste
2 The Little Things (4:01)
3 Gorgeous Nothings (5:25)
4 Sweet Sorrow (6:00)
5 Let's Play in the Fields (3:41)
6 Eat Chaos (4:52)
7 Blessings (3:00)
8 Don't Wait to Be Introduced (5:09)
9 In Times Like These (5:55)
10 Awakening (3:53)
Besetzung
Jeremy Rose (tenor and soprano saxophone, bass clarinet, electronics)
Bobby Singh (tabla)
Hilary Geddes (guitar)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

