····· Kärbholz gegen Krebs  ····· Die christliche Metal-Legende Stryper hat ihr 18tes Studio-Album veröffentlicht ····· Rammstein in Mexico City – Live auf DVD ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

On a Mission

New Creation


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 01.09.1990

(Chunky Monkey Music)

Gesamtspielzeit: 20:42

Internet:

http://www.onamission.de

1990 haben On a Mission diese EP oder dieses Mini-Album veröffentlicht. Dass nun fast genau 26 Jahre später diese Review erscheint, hat natürlich mit meiner Kolumne 25 Years after zu tun.

Ich war kurzzeitig versucht hier die volle Punktzahl zu verteilen. Aber das wäre dann doch etwas zu viel des Guten gewesen. Aber eine fünf Track-Scheibe, die drei Stücke liefert, die langfristig im Ohr bleiben, ist schon etwas besonderes. Und dass die deutlich christlich geprägten Texte nicht nur mit Glauben, sondern auch mit Hirn geschrieben sind, ist natürlich auch kein Fehler.

Der melodische Rocker „Revolution“ verrät durchaus, dass den Musikern die Grunge-Welle bekannt war, ohne dass das Stück nun verschrammelt wäre. Auch die eingestreuten Rap-Passagen sind so dezent dosiert, dass man nicht von einer Crossover-Band sprechen muss. Inhaltlich postulieren On a Mission hier, dass die Welt vor die Hunde geht, was wir tagtäglich sehen. Wir brauchen daher eine Revolution. Die Textzeile „We need a Change, we need a Revolution“ bleibt dauerhaft im Ohr. Natürlich ist damit eine spirituelle Revolution, eine Hinwendung zu Gott, gemeint.

„That’s what I believe“ ist genau das, was der Titel verspricht, eine recht detaillierte Aufzählung, was für die Band hinter ihrem Glauben steht. Das wird solide rockend mit dem prägnanten Refrain „That’s what I believe. … I believe in G.O.D.“ präsentiert.

„Making me new“, das Stück, das man hier am ehesten als Filler bezeichnen kann, ruft aus der Gottesferne heraus um Beistand. In der Gottesferne sieht der singende Protagonist keinen Weg mehr. „Ich brauch Deine Hilfe. Du musst mich erneuern," ruft er Gott zu.

Der Titelsong ist fast so was wie eine Antwort darauf. Gott hat mich erneut. „I am a new Creation“. Auch dieser kraftvoll melodische Rocker enthält einen gut eingepflegten Rap-Teil.

Und wer bis hierin bereits – zu Recht – begeistert ist, hat das Highlight noch gar nicht gehört. Krachend werden bei „(I don’t wanna be) medium“ die Rock’n’Roll Wurzeln gepflegt. Und man kann sich gut vorstellen, wie hier ganze Stadien (in denen On a Mission leider nie gespielt haben) den Refrain mitgröhlen – und wenn der dann zu „(I don’t wanna be) medium. I wanna be a Jesus Freak“ erweitert wird, ist klar, dass die Hessen den DC Talk-Klassiker natürlich im Hinterkopf hatten. Das dürfte eine der Bands sein, die sie inspiriert haben.

New Creation kommt, bzw. kam, beim Anspruch der Band selbstverständlich mit Booklet und Texten. Die Produktion ist okay, könnte aber besser sein. Die Band dürfte nicht den Etat für eine Top-Produktion gehabt haben.

Während viel Album-Legenden überflüssigerweise (just for cash-in) in neu gemischten oder aufgenommenen Versionen erscheinen, wäre hier eine optimierte Neuveröffentlichung eine mehr als sinnvolle Sache.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Revolution 3:57
2That's what I believe 3:43
3Making me new 4:42
4New Creation 4:25
5(I don't wanna be) medium 3:21

Besetzung

Simon Steinhoff (Keys, Voc)
Johannes Falk (Lead Voc, Ad. Keys)
Manuel Steinhoff (B, Voc)
Torsten Schlimme (Dr)
Andreas Mette (Git)

Gäste:
Ingo Beckmann (Back Voc)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger