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Reviews

Soft Loft

Throw The Dice


Info

Musikrichtung: Indie Pop

VÖ: 04.09.2026

(Play It Again Sam)

Gesamtspielzeit: 26:29

Internet:

https://www.facebook.com/jorina.stamm/?locale=de_DE
https://www.pias.com/

Bei der Band Soft Loft handelt es sich um eine Formation aus der Schweiz, wichtiger Bestandteil ist die Sängerin Jorina Stamm, die bereits 2017 ein Indie-Pop – Duo mit einer Freundin gründete. Hierzu stießen dann weitere Musiker, die noch heute mit dabei sind, sozusagen als durchgehende Stammbesetzung, siehe Line-up. Das Quintett bewegt sich auch weitestgehend im Bereich Indie-Pop, mit einigen rockigen Einschüben, seit einer EP aus 2013 und dem Debütalbum aus 2024, „The Party And The Mess“. Nun also Throw The Dice.

Der Auftakt ist ein recht ungewöhnlich klingender, ich höre ein dichtes Streicherarrangement, eine dezent im Hintergrund klingende Gitarre, die mich gar ein wenig an Jazz erinnert, dann ertönt die Stimme von Jorina Stamm voll melancholischen Ausdrucks, doch es das nur der Auftakt von etwas mehr als zwei Minuten. Schade, denn diese Stimmung hätte ich gern weiter entwickelt gehört.
Denn bereits mit “Gravity's Pull“ treibt es in eine andere Richtung.

Allen Songs ist zu eigen, dass sie rasch zugänglich sind mit ihrem Aufbau und der Melodik, die Musik klingt recht breitflächig und ansprechend. Trotz der im Line-up zu erblickenden vielen synthetischen Instrumente, seien es die Synthesizer oder die programmierten Drums, bleibt es doch recht harmonisch und wirkt nicht künstlich. Hierfür sorgen dann natürlich auch die oft erklingenden Akustikgitarren, und die eingängigen Melodien sind es dann auch, die diesen raschen Zugang erleichtern, auch durch die Stimme der Leadsängerin.

Ein gutes Beispiel dafür ist “Wrists That Won’t Be Mine“, einer meiner Favoriten. Und die mehr druckvoll arrangierten Titel wie nachfolgend “Caught“ weisen eine angenehme Atmosphäre auf, auch hier erinnert mich das ein wenig an den Sound der Achtziger, auch meine ich einen Hauch der damaligen Formation von Fleetwood Mac mit Buckingham/Nicks zu spüren, durch den Einsatz energischer E-Gitarren dann noch einen Tick rockiger, gut gemacht.

“What Are The Odds“ ist dann wieder etwas weicher, und wieder muss ich Buckingham/Nicks zitieren, sehr gut ist hier der eingeflochtene verhallte Gitarrensound und der verhaltene Keyboardsound. Einen feinen Abschluss bietet mir die Band mit dem Song “Told“ an, nur die Gitarre von Simon Boss und Jorina's Stimme, auch diese Richtung steht der Band sehr gut. Mithin kann ich feststellen, dass sich unter den neun Songs eine gute Abwechslung breit gemacht, dass ist in der Tat sehr harmonische und professionell inszenierte Popmusik mit diesem gewissen Indie-Touch und gleichzeitigem "Hit-Charakter" bei einigen Songs. Also - Throw The Dice, die Würfel sind gefallen, aber wie? Vielleicht keine vollen sechs Augen, die nach oben zeigen, aber vier sind es mindestens. Ach ja, schade, das nächste Mal mehr und in dieser Art längere Songs wie “Where Is Mr. Raccoon“, bitte!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Where Is Mr. Raccoon
2 Gravity's Pull
3 Wednesdays
4 F U WANT IT
5 Wrists That Won’t Be Mine
6 Caught
7 What Are The Odds
8 Lonely Sometimes Comes In Joy
9 Told

Besetzung

Jorina Stamm (lead vocals, backing vocals)
Lukas Kuprecht (drums, percussion, backing vocals, spray, electric guitar, Ambient)
Simon Boss (programmed drums, synth bass, acoustic guitar, electric guitar, synths, strings, drums, bass. Ambient)
Sarina Schmidt (keyboards, synths)
Marius Meier (bass, strings, percussion, keyboards, backing vocals)
Annina Rusch (flute)
Janos Mijnsen (strings)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger