Reviews
Karaoke Bar
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Info
Musikrichtung:
Electronic Pop
VÖ: 04.09.2026 (Eigenlabel) Gesamtspielzeit: 35:20 Internet: https://angusandjuliastone.com/ https://www.promotion-werft.de/ |

Heute stelle ich Angus & Julia Stone vor, ein musikalisches Geschwisterpaar aus Australien. Nach ersten Anfängen in einer Schülerband legten sie im Jahr 2006 eine EP vor, „Chocolate and Cigarettes“. In Australien erzielten sie mit ihren ersten Alben große Erfolge, inklusive Platin-Auszeichnungen. Und nun gibt es das bereits siebte Album mit Karaoke Bar! Es soll ihre Reisen rund um die Welt darstellen, mit entsprechend gewonnenen Eindrücken aus verschiedenen Ländern.
Ja, und wie wurde das verpackt?
Mitunter, gleich beim ersten Song ist es auffällig, spüre ich einen Hauch von Simon & Garfunkel hinsichtlich des Gesangsbeitrags, doch wird dieses bereits mit dem zweiten Song hinfällig. Hier wirkt die Stimme von Julia Stone sehr kindlich und eigentlich viel zu zart im Ausdruck, wie leider auch bei weiteren Songs, und über dem durch elektronische Elemente verstärktem Umfeld wirkt sie auch etwas fremd. Sehr künstlich ist auch der Rhythmus bei “Celestial Bodies“.
Und so kann ich feststellen, dass das Natürliche früherer Produktionen leider in den Hintergrund gerückt ist. Besonders auffällig wird das, wenn man mit der Veröffentlichung „A Book Like This“ aus 2008 vergleicht, und so habe ich „nachgeforscht“ und dieses Album spontan zu meinem Lieblingsalbum des Duos erkoren. Daran muss sich auch Karaoke Bar messen! 2014 erschien bereits eine musikalisch anders gestaltete Richtung, die jedoch mit ihrer harmonischen Ausrichtung auch punkten konnte.
Das heißt nicht, dass die Musik auf Karaoke Bar nicht harmonisch wäre, doch diese verstärkte Fixierung auf elektronische Elemente nimmt der Harmonie dann doch ein wenig von ihrer Strahlkraft, besonders dann, wenn auch der Gesang hiervon berührt wird, und für mich ganz furchtbar bei “Brightest Place“ zur Aufführung kommt. Gleichwohl gibt es auch diverse Stimmungen auf diesem Album zu vernehmen, und somit ist es durchaus abwechslungsreich, darüber kann man sicher nicht klagen. Letztlich scheinen hier verschiedene „Epochen“ der Band und ihrer musikalischen Ausrichtung vertreten, ein wenig Nostalgie paart sich mit der Moderne, und es gibt auch viele coole tanzbare Elemente, wie etwa bei “Strangely Strangely“.

Trackliste
2 Monroe
3 Celestial Bodies
4 The Start
5 Strangely Strangely
6 Brightest Place
7 Take Me Back To Japan
8 Cowgirls Lover Boi
9 The Cherry Farm
10 Mexico City
Besetzung
Angus Stone (vocals, bass, acoustic guitar, mellotron)
Leigh Fisher (drums, programming, synths, percussion, guitars, Bit machine drums)
Thomas Bartlett (piano, Prophet, mellotron, Rhodes, Clav, OP1, CP 70)
Ben Edgar (bass, slide guitar,acoustic & electric guitar, Moog, piano, Voltron, Warp guitar, banjo, timezone, harpsichord, timpani, tape loops, Nylon string guitar, lap steel)
Olivia Lewis, Larissa Lewis, and Mia Lewis (background vocals)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

