Reviews
Manifest Good Things
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Info
Musikrichtung:
Americana/Pop
VÖ: 04.09.2026 (MGTR) Gesamtspielzeit: 40:19 Internet: https://www.supertinyrecords.com/ https://hemifran.com/news/ |

My Girl The River ist das Projekt der in Louisiana geborenen und in Großbritannien lebenden Sängerin und Songwriterin Kris Wilkinson Hughes. So denke ich, dass sie der breiten Masse nicht unbedingt bekannt ist, obwohl sie mit diesem Album Manifest Good Things doch tatsächlich ihr bereits viertes Album vorlegt. Teilweise ist das ein Familienprojekt, denn mit Ehemann Joe Hughes am Bass und der Tochter Rue sind zwei dabei, darüber hinaus gibt es etliche Begleitmusiker, die gemeinsam eine sehr ansprechende Melange aus Popmusik, leichten Folk- und auch Country-Anklängen, die man unter dem Oberbegriff Americana einsortieren kann, bieten.
Kris als Sängerin verfügt über eine individuelle Stimmfärbung, nicht unbedingt in höherer Stimmlage angesiedelt, vielleicht teilweise in Richtung Joni Mitchell, und so fügt sie sich emotional in die verschieden ausgeprägten Stimmungen sehr überzeugend ein, voller Originalität. Alle zehn Songs dieses Albums stammen von ihr und zeigen ihr Talent für eine jeweils eingängige Atmosphäre, ob es nun ein wenig kraftvoller ist beim überzeugenden und ganz leicht und locker mit einem Hauch Westcoast der USA versehenen „Up The Mountain“, „Teenage Geek“ ist ein wenig cool und funky, und „Heavy“ ist ein wunderbarer Popsong, ein echter Ohrwurm mit wunderschönen Melodienlinien, im Hintergrund dieser schwebende Gitarren-Sound, und dann gibt es die perfekt arrangierten Background Vocals, oder Songs mit warmen und voll intimen Ausdruck wie bei dem mit einem Streicherarrangement unterlegtem „A Little Favour“.
Und fast alle Songs weisen eigentlich einen gewissen „Hit-Charakter“ auf, jeder auf eine bestimmte und unterschiedliche Art und Weise, so muss ich zum Beispiel bei „Everywhere You Go“ an die Fleetwood Mac-Phase mit Buckingham-Nicks denken. Die häufig eingesetzten Background-Gesangsparts und die üppigen Streicharrangements tragen zur emotionalen Tiefe des Albums bei und bilden eine dichte und vereinende Ausstrahlung, die ganz rasch in die Seele schleichen kann, und wenn dazu dann die Lap Steel wimmernd bei „Where Does The Rain Come From“ erklingt, fühlt man sich gefangen in dieser Welt von Harmonie und voller emotionaler Tiefe.
Diese Emotionen haben dann auch wohl einen persönlichen Hintergrund, so soll sich Kris Wilkinson Hughes wie folgt zur Aussage der Songs geäußert haben: „Jeder einzelne Song hat für mich eine besondere Bedeutung und zusammen erzählen sie eine Geschichte über Hoffnung, Veränderung und die Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten. Das Erwachsenwerden und die gegenseitige Unterstützung, das gemeinsame Erleben des Lebens – all das spiegelt sich in diesem Album wider.“

Trackliste
2 Teenage Geek
3 Heavy
4 Breadcrumbs on the Water (for Karen)
5 A Little Favour
6 Living Your Life (Everything Is Alright)
7 The Good, The Bad, The Good (for Joan)
8 Without You
9 Everywhere You Go
10 Where Does The Rain Come From?
Besetzung
Joe Hughes (bass guitar, backing vocals)
Chris Pepper (drums, some piano, Marxophone)
Rue Hughes (backing vocals, piano - #5)
Harry Williams (backing vocals)
George Marinelli (electric guitar - #1, 7)
Harry Whittey (keyboards #1)
Ryan Robinson (electric guitar - #3, 6)
Harry Whittey (keyboards - #2, 3, 4, 9, horns - #2)
Steve Lee (electric guitar - #2, 4, 8, 9)
Kristin Wilkinson (strings - #5, 10)
Jerry Dale McFadden (keyboards - #7)
Alan Young (piano - #8)
J.P. Ruggeri (lap steel - #10)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

